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Das ist Panamas neuer Präsident: Juan Carlos Varela

Varela wird Präsident

Opposition gewinnt Wahl in Panama

Panama-Stadt - Schere Schlappe für Panamas Regierung: Präsident Martinelli konnte seinen Wunschnachfolger nicht durchsetzen, stattdessen gewann sein abtrünniger Vize. Varela versprach eine sozialere Politik.

Oppositionskandidat Juan Carlos Varela hat die Präsidentenwahl in Panama gewonnen. Das Wahlamt erklärte den Bewerber der bürgerlichen Partido Panameñista am Sonntagabend (Ortszeit) zum Sieger. „Sie sind der nächste Präsident der Republik“, sagte Wahlamtchef Erasmo Pinilla in einem im Fernsehen übertragenen Telefonat mit Varela. „Heute hat Panama gewonnen. Heute hat unsere Demokratie gewonnen“, erklärte der Wahlsieger.

Varela kam nach Auszählung von über drei Viertel der Stimmen auf 39,05 Prozent. Regierungskandidat José Domingo Arias erhielt demnach 32,05 Prozent der Stimmen. Der Drittplatzierte Juan Carlos Navarro räumte seine Niederlage ein und gratulierte Varela zum Sieg.

Der amtierende Staatschef Ricardo Martinelli durfte aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht erneut antreten. Allerdings kandidierte seine Ehefrau Marta Linares an der Seite von Arias für das Amt der Vizepräsidentin. Kritiker sahen darin einen Versuch Martinellis, auch nach Ende seiner Amtszeit Einfluss auf die Regierungspolitik auszuüben.

Der frühere Außenminister Varela hatte 2011 mit Martinelli gebrochen und ihm Korruption vorgeworfen. Als weiterhin amtierender Vizepräsident bildete er ein Wahlbündnis zwischen seiner Partido Panameñista und der Partido Popular und versprach eine sozialere Politik. Am Sonntag kündigte Varela an, eine Regierung der Einheit zu bilden.

Im Wahlkampf hatten alle Kandidaten schwere Korruptionsvorwürfe gegeneinander erhoben. Beobachter sprachen von einer Schmutzkampagne. Die größten Herausforderungen für den künftigen Präsidenten dürften der Ausbau der Infrastruktur, der Kampf gegen die Korruption und die wachsende soziale Ungleichheit sein.

Neben dem künftigen Präsidenten wurden am Sonntag auch die 71 Abgeordneten der Nationalversammlung und knapp 80 Bürgermeister gewählt. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge konnte im Parlament keine Fraktion eine absolute Mehrheit erreichen.

dpa

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