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Angela Merkel motivierte in Berlin junge Wahlkampfhelfer für den Endspurt zur Bundestagswahl. 

Am Tag vor der Entscheidung 

Wahlkampf-Endspurt: Merkels Vorsprung schmilzt

Am letzten Tag vor der Wahl geht es um alles - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre CDU deshalb vor allem zum Werben um unentschlossene Bürger aufgerufen. Schulz holt unterdessen auf.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre CDU am letzten Tag vor der Bundestagswahl zum Werben um unentschlossene Bürger aufgerufen. „Viele entscheiden sich erst in den letzten Stunden“, sagte die Parteivorsitzende bei einem Termin mit jungen CDU-Wahlhelfern am Samstag in Berlin. Nun gelte: „Ran an den Speck!“

Merkel, die erst am 22.9. in München auftrat, betonte, es sei wichtig, über soziale Gerechtigkeit zu sprechen. „Aber es ist genauso wichtig, dass wir darüber reden, wie wir unseren Wohlstand erarbeiten.“ 

Diversität als deutsche Stärke

Als weitere Ziele hob sie unter anderem Sicherheit, eine bessere digitale Ausstattung von Schulen, Familienförderung und Europa als Friedensprojekt hervor.

Mit Blick auf Steuerentlastungen sagte Merkel: „Wir führen keine Diskussion, die die Gruppen in der Gesellschaft gegeneinander ausspielt.“ Die Vielfalt in Deutschland mit unterschiedlichen Wurzeln, Kulturen und Dialekten sei zu bewahren, „weil sie uns stark macht“.

Merkel betet nicht für ihren Wahlsieg

Obwohl sie damit im Wahlkampfendspurt womöglich Sympathiepunkte sammeln könnte, hält sich die Kanzlerin bei Fragen zu ihrem Privatleben nach wie vor bedeckt. Im Interview mit der „Bild“-Zeitung erklärte Merkel am Samstag beispielsweise, dass sie nicht für ihren Sieg bei der Bundestagswahl am Sonntag bete - und dass Gebete ohnehin eine sehr persönliche Angelegenheit seien. "So konkret politisch bete ich nicht“, verriet sie dennoch. 

Auch Herausforderer Martin Schulz (SPD) antwortete auf die Frage der Zeitung, ob er für seinen Sieg bete, dass Beten eine "sehr intime Angelegenheit" sei. Als Politiker "muss man jedenfalls immer wissen, dass es etwas Größeres gibt als den eigenen Erfolg". Merkel wie Schulz sagten der Zeitung, sie spielten kein Lotto. Merkel fügte an, bekomme sie Auszeichnungen und Preise, die mit Preisgeld verbunden seien, spende sie dieses. Schulz betonte, er habe noch nie Lotto gespielt: "Ich wollte die Frage, ob mein Leben gelingt, nicht dem Zufall oder einer Lostrommel überlassen".

Martin Schulz holt auf 

Aktuell hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz beim direkten Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgeholt. Das zeigt eine Umfrage des Instituts Emnid für die „Bild am Sonntag“. 

Könnte der Bundeskanzler direkt gewählt werden, würden sich aktuell nur noch 45 Prozent für Merkel entscheiden, Schulz käme auf 32 Prozent. In den letzten vier Wochen hat sich der Abstand zwischen beiden damit von 29 auf 13 Punkte verkürzt. Vor vier Wochen hatte Merkel noch mit 51 zu 22 Prozent geführt.

dpa

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