CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet
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CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung.

„Herkunft über Briefkastenfirmen verschleiert“

Dubiose Wahlkampfspende von Bundesliga-Investor an CDU: SPD fordert Aufklärung von Laschet

Ein bekannter Finanzinvestor hat einen hohen Betrag an die CDU gespendet. Die SPD ist empört - und fordert Aufklärung von CDU-Vorstand Armin Laschet.

Berlin - Die SPD fordert von CDU-Kanzlerkandidat und Vorsitzenden Armin Laschet Aufklärung über eine Parteispende von Lars Windhorst an die CDU. Windhorst ist Finanzinvestor, unter anderem hat er mehrere hundert Millionen in den Fußballklub Hertha HSC gesteckt. Das berichtet das Magazin Stern.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider sagte dem Magazin: „Solange nicht geklärt ist, aus welchen Kanälen von Herrn Windhorst das Geld stammt, muss die CDU die Spende sofort zurückgeben.“ Schneider verwies auf die Finanzaufsichtsbehörde Bafin, die Windhorst vor einigen Wochen bei der Berliner Staatsanwaltschaft angezeigt habe. Trotzdem nehme die CDU nach einem Spendendinner mit Laschet von ihm eine sehr große Wahlkampfspende an“, so Schneider weiter.

Unternehmer Lars Windhorst spendete eine große Summe an die CDU.

Großspende von Lars Windhorst an CDU: SPD kritisiert mangelnde Transparenz

Der SPD-Abgeordnete kritisierte außerdem mangelnde Transparenz: „Warum wird die Herkunft der Spende über windige Briefkastenfirmen auf den britischen Jungferninseln und Luxemburg extra noch verschleiert?“ Finanzinvestor Windhorst hatte dem Bericht zufolge nach Bekanntwerden der Ermittlungen wegen Verdachts auf unzulässige Bankgeschäfte eine seiner Firmen die Vorwürfe zurückgewiesen. Ende der vergangene Woche hatte demnach ein Unternehmen, das Windhorst kontrolliere, jeweils 250.000 Euro an CDU und FDP überwiesen. Der Investor nahm außerdem an einem von der CDU organisierten Dinner mit Wirtschaftsvertretern teil. Auch Laschet nahm daran teil.

Wie der Stern berichtet, wurde zudem eine weitere Großspende an die Christdemokraten bekannt. Aus einer sogenannten Ad-hoc-Meldung auf der Website des Bundestags geht hervor, dass der Unternehmer Stephan Schambach der CDU 300.000 Euro überwiesen hat. Schambach ist einer der E-Commerce-Pioniere in Deutschland. In diesem Jahr hatte Schambach bereits 200.000 Euro an die FDP gespendet. (dpa/fmü)

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