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Martin Schulz und Angela Merkel wollen Kanzler werden bzw. bleiben.

Merkel deutlich vorn

Neue Wahlumfrage zeigt: Regierungsbildung könnte schwierig werden

Zwei Monate vor der Bundestagswahl liegt die Union immer noch weit vor der SPD. Die Zahlen zeigen, dass derzeit nur zwei Koalitionen denkbar wären. 

Zwei Monate vor der Bundestagswahl liegt die Union laut einer Umfrage nach wie vor weit vor der SPD. Wenn am nächsten Sonntag gewählt würde, kämen CDU/CSU laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" unverändert auf 40 Prozent. Die SPD liegt demnach mit 24 Prozent weit dahinter. Linke, Grüne, FDP und AfD würden mit jeweils acht Prozent in den Bundestag einziehen.

Im Vergleich zur vorherigen Umfrage vor zwei Wochen verliert die Linkspartei einen Prozentpunkt, die AfD, die sich ein neues Wahlkampf-Team geholt hat, gewinnt dagegen einen Punkt. Die Regierungsbildung könnte bei diesem Wahlergebnis schwierig werden. Es gäbe damit eine Mehrheit für eine große Koalition oder eine sogenannte Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP.

Für Rot-Rot-Grün oder eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP würde es dagegen nicht zu einer Mehrheit reichen. Ein schwarz-gelbes Bündnis oder eine schwarz-grüne Koalition befänden sich laut "Politbarometer" an der Grenze zur Mehrheitsfähigkeit.

59 Prozent wollen Merkel behalten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt in der Wählergunst weiterhin deutlich vor ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz. Unverändert 59 Prozent wünschen sich, dass Merkel im Amt bleibt. Für Schulz als künftigen Kanzler sprechen sich nur 30 Prozent aus.

Auch auf der Liste der wichtigsten Politiker liegt die Kanzlerin auf dem ersten Platz. Auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf kommt sie auf einen Durchschnittswert von 2,2. Auf dem zweiten und dritten Platz liegen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit 1,7 und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) mit 1,2.

Martin Schulz nur der siebtwichtigste Politiker

Danach folgen FDP-Chef Christian Lindner, Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir. Erst auf dem siebten Platz landet SPD-Chef Schulz. Schlusslichter in den Top Ten sind der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht.

Für die Erhebung befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1277 Wahlberechtigte. Umfragen haben immer einen Fehlerbereich. Dieser wird beim "Politbarometer" mit einem Wert von 40 Prozent auf drei Prozentpunkte und zehn Prozent auf zwei Punkte beziffert.

afp

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