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Sie mussten hart um einen Obergrenzen-Kompromiss ringen: Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer.

Deutlicher Rückgang

War Zank um die „Obergrenze“ unnötig? Neue Zahlen zu Asylanträgen in Deutschland

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Die „Obergrenze“ entzweite lange die GroKo. Aktuelle Daten zeigen: Zumindest mit Blick auf das aktuelle Jahr hätte es den Zoff letztlich gar nicht gebraucht.

Berlin - Monatelang hatte die GroKo um eine „Obergrenze“ für den Zuzug von Geflüchteten nach Deutschland gerungen. Nun zeigen aktuelle Daten: Zumindest 2018 ist die hart erstrittene Höchstmarke von 200.000 Flüchtlingen bedeutungslos geblieben - die Zahl der Asylanträge blieb deutlich unter diesem Wert. Das berichtet die Bild am Sonntag unter Berufung auf eine „Zuwanderungsberechnung“ der Bundesregierung, die dem Blatt vorliegt.

Demnach wird es bis Jahresende voraussichtlich 166.000 Asylanträge gegeben haben. Mit eingerechnet sind dabei auch 30.000 Babys von Geflüchteten, die in Deutschland geboren wurden. Ebenfalls inbegriffen sind offenbar 38.500 Menschen, die im Rahmen des Familiennachzugs ein Visum erhalten haben.

Neue Zahlen zu Geflüchteten in Deutschland - so viele kehren 2018 in ihre Heimat zurück

Frische Daten gibt es auch zur Zahl der Flüchtlinge, die Deutschland wieder den Rücken gekehrt haben. Laut BamS haben 26.500 Geflüchtete die Bundesrepublik verlassen (müssen), weil sie kein Asyl erhalten oder andernorts in der EU einen Asylantrag gestellt hatten. 18.500 Menschen kehrten freiwillig in ihren Heimat zurück. Zuletzt hatte das Bundesinnenministerium auch mit einer umstrittenen Plakatkampagne für die freiwillige Rückkehr geworben.

Klar scheint damit auch, dass die Zahl der Asylanträge 2018 im Vergleich zum Vorjahr spürbar zurückgehen wird: 2017 waren 198.317 Anträge gezählt worden.

Lesen Sie auch: Einwanderungsgesetz: GroKo einigt sich auf strengere Regeln - Wirtschaft ist enttäuscht

fn

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