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Flüchtlinge im Südsudan.

Zehntausende Opfer befürchtet

UN warnt vor Hungersnot im Sudan

Juba - Derzeit sind im Südsudan 2,9 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Nun droht eine Hungersnot, die zehntausende Opfern fordern könnte.

Im Bürgerkriegsland Südsudan droht nach Einschätzung von UN-Experten eine Hungersnot mit möglicherweise Zehntausenden Todesopfern. Sprecher des Welternährungsprogramms und des UN-Kinderhilfswerks Unicef rechneten nach einem Besuch in einem Flüchtlingscamp im Norden des Landes vor, dass 2,9 Millionen Menschen akut auf Hilfen der Weltgemeinschaft angewiesen seien. Bis Ende 2014 würde etwa eine halbe Milliarde US-Dollar (370 Millionen Euro) gebraucht, um das Schlimmste zu verhindern. Die Kosten für die Verteilung von Hilfsgütern seien im Südsudan siebenmal höher als in anderen Ländern, weil anhaltende Kämpfe und die Regenzeit den Transport auf der Straße unmöglich machten.

Die Vereinten Nationen (UN) hatten zuletzt am Mittwoch vor einer „Mega-Krise“ im Südsudan gewarnt. Gewalt und Vertreibung legten die Landwirtschaft lahm, sagte der Einsatzleiter des UN-Büros für Nothilfekoordination (Ocha), John Ging, in New York.

Trotz eines im Mai unterzeichneten Friedensabkommens zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Widersacher Riek Machar kommt der Südsudan nicht zur Ruhe, immer mehr Menschen fliehen ins benachbarte Äthiopien. Die blutigen Übergriffe seit mehr als sechs Monaten haben auch ethnische Hintergründe: Kiir ist ein Dinka, Machar ein Nuer. Im Dezember war ein Machtkampf zwischen den beiden Politikern eskaliert.

dpa

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