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Bei der Abschiebung geht es für die Flüchtlinge per Flieger in ihr Heimatland zurück. Bei ihrer Flucht können sie aber nicht einfach in ein Flugzeug steigen.

Statt in Booten übers Mittelmeer

Warum Flüchtlinge nicht einfach ins Flugzeug steigen können

Frankfurt - Warum nehmen Flüchtlinge den gefährlichen Weg übers Mittelmeer und zahlen Schleuser? Weil ihnen der Luftweg verwehr ist.

Der Linienflug von Beirut nach Frankfurt dauert keine vier Stunden und ist dennoch für die allermeisten Flüchtlinge beispielsweise aus Syrien keine Option. Das liegt an der EU-Richtlinie 2001/51/EG, die das Schengen-Abkommen näher präzisiert.

Darin werden Fluggesellschaften mit Geldstrafen von mindestens 3000 Euro pro Einzelfall bedroht, falls sie Passagiere ins Land bringen, die nach geltendem Recht nicht einreisen dürften. Die Airlines müssten die im Transit Gestrandeten auch verpflegen und auf eigene Kosten zurückfliegen, heißt es in der von Flüchtlingsorganisationen kritisierten Richtlinie.

Fluggesellschaften haben Angst vor Strafen

Asylsuchende sind zwar von der Regelung ausgenommen, doch sind sie für die Airline-Mitarbeiter nicht eindeutig erkennbar. Die Grenzkontrolle wird so faktisch an die Check-In-Schalter der Startflughäfen verlegt und ist für die allermeisten Flüchtlinge nicht zu überwinden, weil so gut wie niemand ein gültiges Visum in die Europäische Union vorlegen kann. Aus Angst vor Strafen halten sich die Fluggesellschaften strikt an die gesetzlichen Vorgaben.

Ausnahmen sind organisierte Charterflüge für Flüchtlinge, wie sie die Internationale Organisation für Migration (IOM) in enger Abstimmung mit der Bundesregierung regelmäßig durchführt.

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