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Angela Merkel hat einige üble Bemerkungen von Horst Seehofer einstecken müssen. 

Niederlage für die Kanzlerin?

Warum lässt sich Merkel so von Seehofer demütigen?

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Angela Merkel gilt als mächtigste Frau der Welt. Doch im Asylstreit hat sich die Kanzlerin von Innenminister Horst Seehofer teilweise vorführen lassen. Aber warum?

Berlin - Im Asylstreit musste Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wochenlang ziemlich einstecken und einige Sprüche über sich ergehen lassen - speziell von ihrem Hauptkontrahenten, dem Innenminister Horst Seehofer (die Bilanz seiner ersten 125 Tage als Innenminister lesen Sie hier)(CSU). “Ich lasse mich nicht von einer Kanzlerin entlassen, die nur wegen mir Kanzlerin ist“, sagte Seehofer etwa zur Süddeutschen Zeitung noch kurz vor dem letzten und entscheidenden Treffen mit Merkel über seine Zukunft. Zuvor hatte er sich mit deutlichen Worten über Merkel beschwert: „Ich fahre extra nach Berlin, und die Kanzlerin bewegt sich null Komma null.“ Knallharte Ansagen. Aber warum lässt Angela Merkel sich überhaupt so demütigen?

Bild erklärt sich das so: Die Kanzlerin soll realisiert haben, wie nah sie vor dem Scheitern stünde. Zudem ließ sie die Demütigung offenbar zu, weil sie den historischen Bruch von CDU und CSU nicht zu verantworten haben wolle. CDU-Abgeordneter Axel Fischer fasste die Problematik zusammen: „Wenn sich Seehofer und Merkel nicht einigen, muss das Führungspersonal ausgetauscht werden.“ Das war wohl auch der Kanzlerin klar, sodass diese die üble Nachrede einfach schluckte. 

Lesen Sie auch: Nach Asylstreit mit Merkel: Seehofer und Söder uneinig über Grenzpolizei

Abstimmung über Zurückweisungen: Merkel unter Druck 

Merkel stand zudem wegen ihrer eigenen Parteimitglieder stark unter Druck, die von ihr und Horst Seehofer eine zügige Einigung erwarteten. Andernfalls drohte eine Abstimmung über die strittigen Zurückweisungen von Flüchtlingen an der Landesgrenze. Nach Bild-Informationen erklärten Vertraute der Kanzlerin, dass ihre Position in der Frage verlieren würde und sie diese Niederlage unbedingt vermeiden solle. 

Die Einigung der CDU/CSU-Führung soll jedoch erst in dem geheimen Gespräch mit Bundestags-Präsident Wolfgang Schäuble gefallen sein. Dieser hatte die sogenannten Transitzentren als Vorschlag in den Streit eingebracht, der den Forderungen von Seehofer und Merkel entgegenkommt. Zwar sind die Transitzentren nicht vergleichbar mit Seehofers vorgeschlagenen Zurückweisungen an der Grenze. Jedoch wird dadurch Merkels gewünschte Abstimmung mit EU-Partnern möglich. 

Alle aktuellen Informationen zum Asylstreit lesen Sie hier in unserem Newsticker. 

Lesen Sie zudem: Gabriel zum Seehofer-Kurs: „Franz Josef Strauß würde sich im Grabe umdrehen ...“

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