1 von 15
Wenn am 22. September der Bundestag gewählt wird, greift zum ersten Mal das im Februar verabschiedete neue Wahlrecht. Mit den Neuerungen verlieren CDU und CSU frühere Vorteile durch Überhangmandate. Zugleich dürfte die Gesamtzahl der Abgeordneten steigen. Die Reform betrifft auch die Aufteilung der Mandate auf die Bundesländer.
2 von 15
Wie war die Sitzaufteilung auf die Bundesländer bislang geregelt?
3 von 15
Bei der vergangenen Bundestagswahl wurde noch das Sitzkontingent auf die Parteien proportional zu ihrem bundesweiten Zweitstimmenergebnis verteilt. In einem zweiten Schritt wurden dann die Sitze einer jeden Fraktion anhand deren Stimmzahlen in den einzelnen Bundesländern aufgeteilt. Maßgeblich für die Zusammensetzung des Bundestags waren also das bundesweite Zweitstimmenergebnis sowie die abgegebenen Stimmen in den einzelnen Ländern.
4 von 15
Wie werden die Abgeordneten künftig auf die Bundesländer verteilt?
5 von 15
Durch das neue Wahlrecht wird die Sitzverteilung zuerst auf Länderebene statt auf Bundesebene geregelt. Schon vor der Wahl werden alle 598 festen Bundestagssitze entsprechend dem Einwohneranteil der Bundesländer vergeben. Nach der Wahl wird die festgelegte Sitzanzahl eines jeden Bundeslandes anhand des jeweiligen Zweitstimmenergebnisses aufgeteilt.
6 von 15
Was ist das Problem mit den Überhangmandaten?
7 von 15
Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate erzielt, als ihr nach ihrem Zweitstimmenergebnis zustehen würden. Da die zusätzlichen Mandate trotzdem den bei den Erststimmen erfolgreichen Wahlkreisbewerbern zustehen, führte dies in der Vergangenheit zu einer Verzerrung des Wahlergebnisses, weil die Mandatsverteilung nicht mehr genau dem jeweiligen Stimmenanteil der Parteien entsprach. Bei der Bundestagswahl 2009 erzielten die Unionsparteien 22 Überhangmandate. Die Zahl der im Bundestag vertretenen Abgeordneten wuchs deshalb auf 620. CDU und CSU erhielten so einen relativen Vorteil.
8 von 15
Wie werden die Überhangmandate jetzt geregelt?

Warum das neue Wahlrecht den Bundestag aufblähen könnte

Warum das neue Wahlrecht den Bundestag aufblähen könnte

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab
US-Vizepräsident Pence verschiebt seine Reise ins Heilige Land wegen der amerikanischen Innenpolitik. Israel reagiert auf weiteren Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. …
Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab
Terroropfer sollen mehr Entschädigungen und Hilfe bekommen
Überforderte Behörden, unsensible Beamte, ausbleibende Hilfe: Bei der Betreuung der Verletzten und Hinterbliebenen des Berliner Terroranschlags ist viel schief gelaufen. …
Terroropfer sollen mehr Entschädigungen und Hilfe bekommen
Pariser Gipfel drängt Wirtschaft zum Klimaschutz
Die Weltbank will die Öl-Förderung nicht mehr finanzieren und Axa keine Kohlekraftwerks-Projekte mehr versichern: In Paris wird Klimaschutz konkret. Deutschland bleibt …
Pariser Gipfel drängt Wirtschaft zum Klimaschutz
Unternehmen bekennen sich vor Pariser Gipfel zum Klimaschutz
Die Einbindung der Finanzwirtschaft beim Klimaschutz ist ein Schwerpunkt des Pariser Klimagipfels, zu dem mehr als 50 Staats- und Regierungschefs erwartet werden. Doch …
Unternehmen bekennen sich vor Pariser Gipfel zum Klimaschutz

Kommentare