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Schon am Sonntag hatte der oberste Richter des Landes, John Roberts, dem ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten in einer kurzen, bescheidenen Zeremonie im Weißen Haus den Amtseid abgenommen. Am Montag leistet Obama den Schwur auf die Verfassung dann noch einmal öffentlich.

Millionenpublikum erwartet

Washington feiert Obamas zweite Amtszeit

Washington - Formell hat US-Präsident Obama seine zweite Amtszeit schon begonnen. Aber der eigentliche Höhepunkt der Feierlichkeiten in Washington ist die öffentliche Vereidigung vor dem Kapitol.

Vor einem Millionenpublikum startet US-Präsident Barack Obama mit einem feierlichen Akt vor dem Kapitol in Washington in seine zweite Amtszeit. Nach Medienschätzungen wird bei dem Spektakel am Montag allein in der festlich geschmückten amerikanischen Hauptstadt mit bis zu 900.000 Zuschauern gerechnet, unter ihnen viele hochkarätige Gäste aus aller Welt. Die insgesamt mehrstündige Veranstaltung wird in vielen Teilen der Erde live im Fernsehen übertragen.

Die US-Bürger setzten große Hoffnungen in die zweite Amtszeit Obamas. Nach einer Umfrage des Senders CNN gingen 54 Prozent der Amerikaner davon aus, dass Obama ein „hervorragender oder überdurchschnittlicher“ Präsident bleibe. Knapp 70 Prozent der Befragten hofften auf einen Erfolg der politischen Initiativen ihres Präsidenten. Allerdings waren die Amerikaner geteilte Meinung bei der Frage, ob es ihrem Land gut gehe - 49 Prozent von 814 Befragten meinten, dass es im Land „gut“ oder „ziemlich gut“ gehe, während 51 Prozent die Lage als „schlecht“ bis „ziemlich schlecht“ einstuften.

Zweite Amtszeit: Obamas Vereidigung

Megaparty zu Obamas Vereidigung

Schon am Sonntag hatte der oberste Richter des Landes, John Roberts, dem ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten in einer kurzen, bescheidenen Zeremonie im Weißen Haus den Amtseid abgenommen. Am Montag leistet Obama den Schwur auf die Verfassung dann noch einmal öffentlich. Zudem wird er in einer mit Spannung erwarteten Antrittsrede voraussichtlich die Ziele für die zweite Hälfte seiner Präsidentschaft darlegen. Anschließend nimmt er mit der First Lady Michelle Obama eine Parade mit Musikkapellen und Festwagen ab. Für den Abend sind zwei Bälle geplant.

Nach seiner Vereidigung feierte er am Sonntagabend mit Mitarbeitern, Freunden und Unterstützern in einem Washingtoner Museum. In einem kurzen Toast betonte er, dass es bei dem Fest am Montag weniger um seine Amtseinführung gehe, sondern um „diese unglaubliche Nation, die wir unser Zuhause nennen“, wie anwesende Reporter berichteten. Er wollte seiner Ansprache am Montag nach eigenem Bekunden aber nicht vorgreifen.

Oval Office: Hier arbeitet der US-Präsident

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Die Ansprache sollte „hoffnungsvoll“ sein, wie Obamas Berater David Plouffe dem Sender CNN sagte. Der Präsident werde „das Land daran erinnern, dass die Werte und Prinzipien der Staatsgründung uns auch heute durch eine sich ändernde und moderne Welt leiten können“. Die zweite Amtszeit Obamas berge „enorme Herausforderungen und Möglichkeiten“.

Grund für die zweifache Vereidigung des Präsidenten in diesem Jahr ist, dass das öffentliche Zeremoniell seit 1821 traditionell auf den Montag verschoben wird, wenn der eigentlich gesetzlich vorgesehene Termin am 20. Januar auf einen Sonntag fällt. Durch die Verschiebung fällt die Vereidigung des Afro-Amerikaners auf den Gedenkfeiertag für den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King.

Michelle Obama gewährt private Einblicke

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Seinen Amtseid am Montag leistet Obama daher nicht nur auf eine Bibel seines Vorbilds, dem Ex-Präsidenten Abraham Lincoln, sondern auch auf eine Bibel aus Kings Besitz. Umrahmt wird das Programm unter anderem von der Sängerin Kelly Clarkson und dem Sänger James Taylor. Die Popmusikerin Beyoncé singt die Nationalhymne.

Der Montag beginnt für die First Family mit der Teilnahme an einem Gottesdienst in einer episkopalischen Kirche, um 11.55 Uhr (17.55 Uhr MEZ) legt Obama dann den Eid ab.

Der Demokrat Obama, seit Januar 2009 im Amt, hatte im vergangenen November mit klarer Mehrheit die Wahl gegen den republikanischen Kandidaten Mitt Romney gewonnen.

dpa

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