USA, Olympia: Blick auf das Washington State Capitol Building.
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Das Kapitol ist der Sitz des Kongresses, der Legislative der Vereinigten Staaten von Amerika, in Washington.

Der immergrüne Staat der USA

US-Bundesstaat Washington: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Washington gehört zu den wohlhabendsten US-Bundesstaaten. Viele bedeutende Firmen haben hier ihren Sitz und lassen die Wirtschaft florieren. Wissenswertes über Wahlen, Bevölkerung und Geschichte.

  • Washington ist einer der reichsten US-Bundesstaaten der USA.
  • Seattle ist die größte Stadt im US-Bundesstaat und gleichzeitig der wichtigste Industriestandort.
  • In Washington befinden sich die Firmensitze von bedeutenden Unternehmen wie Microsoft und Boeing.

Olympia – Der US-Bundesstaat Washington ist äußerst waldreich. Aufgrund der vielen Nadelbäume hat er den offiziellen Beinamen „Der immergrüne Staat“. Seinen richtigen Namen verdankt der Bundesstaat George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Washington: Die Geschichte seiner Besiedelung

Washington trat 1889 erst spät der Union bei. Bis es zur Gründung des 42. US-Bundesstaates kam, musste das Gebiet einige Hürden nehmen. Die Geschichte des Landes in Kürze:

  • Vor der Besiedelung durch die Europäer wurde Washington von Indianern bewohnt.
  • 1579 entdeckte Sir Francis Drake den heutigen Staat Washington.
  • 1775 erkundeten mit der Expedition von Bruno de Heceta zum ersten Mal Spanier das Gebiet.
  • 1810 erfolgte der erste Siedlungsbau von kanadischen Pelzhändlern.
  • In dieser Zeit entstanden auch viele Handelsgesellschaften, von denen sich die britische Hudson‘s Bay Company (HBC) gegen ihre Konkurrenten durchsetzte und das Terrain mehrere Jahrzehnte beherrschte.
  • 1846 übernahmen die USA das Gebiet von der HBC und Washington wurde amerikanisch.
  • 1853 erfolgte die Gründung des Washington-Territoriums.
  • 1855 führten Goldfunde zu Spannungen mit den Indianern, es kam zu mehreren großen Indianerkriegen.
  • 1889 trat Washington schließlich den USA bei.

Washington – Wissenswertes zur Geografie

Der US-Bundesstaat Washington liegt im äußersten Nordwesten der USA. Es grenzt im Norden an Kanada, im Osten an Idaho und im Süden an Oregon. Im Westen befindet sich der Pazifik.

Um den Staat Washington von Washington D.C., dem Regierungssitz der USA an der Ostküste zu unterscheiden, hat der US-Bundesstaat oftmals den Zusatz „Washington State“ (= Staat Washington).

Der höchste Berg Washingtons ist der Vulkan Mount Rainier mit 4.392 Metern. Es handelt sich um einen schlafenden Vulkan, der laut Experten irgendwann erneut ausbrechen kann.

Washington – die größten Städte des US-Bundesstaates

Hauptstadt von Washington State ist Olympia. Sie hat lediglich 46.478 Einwohner und zählt damit zu den mittelgroßen Städten im US-Bundesstaat. Die bedeutendsten Metropolen im Evergreen State sind:

  • Seattle mit 608.660 Einwohnern
  • Spokane mit 208.916 Einwohnern
  • Tacoma mit 198.397 Einwohnern

Washington: Einwohnerzahl und Zusammensetzung der Bevölkerung

Mit seinen rund 6.724.540 Einwohnern belegt der Staat Washington den 13. Platz im Ranking der USA.
Die Bevölkerung setzt sich aus unterschiedlichen Gruppen zusammen:

  • 79,5 Prozent Weiße
  • 4,2 Prozent Afroamerikaner
  • 1,9 Prozent Indianer
  • 8,9 Prozent Asiaten
  • 0,8 Prozent Amerikaner mit Wurzeln auf Hawaii und anderen Pazifikinseln
  • 4,7 Prozent andere Gruppen

Washington – interessante Fakten zur Wirtschaft

Die Wirtschaft von Washington profitiert vor allem von der Luftfahrt und von der Computerbranche. Der Flugzeugbauer Boeing fertigt seine Zivilflugzeuge an den Standorten in Seattle, Renton und Everett. Dazu kommt der Softwarehersteller Microsoft, der seine Firmenzentrale in Redmond besitzt.

Darüber hinaus floriert die Wirtschaft durch:

  • Landwirtschaft
  • Chemische Industrie
  • Maschinen- und Schiffbau
  • Holz- und Papierindustrie
  • Aluminium- und Kupfergewinnung

Washington und die Wahlen

Washington gehört zu den sicheren „blauen Staaten“. Das heißt, dass hier die Demokraten bei den Wahlen die Mehrheit haben.

Außer während einer kurzen Periode von 1972 bis 1984 hatten die Republikaner in diesem US-Bundesstaat wenig Erfolg. Das liegt daran, dass die demokratische Partei vor allem in den Ballungszentren und Vororten ihre Hochburgen hat, während die Republikaner vor allem im ländlichen Osten Anhänger haben.

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