Ermittlungen laufen

Wegen Aktion vor CSU-Zentrale: Offenbar Hausdurchsuchungen bei bayerischen AfD-Politikern

Offenbar sind am Freitag in Bayern die Wohnungen von sechs Jungpolitikern der AfD durchsucht worden. Anlass soll eine Aktion vor der CSU-Zentrale in München sein.

München - Offenbar wurden am Freitag - zwei Tage vor der Landtagswahl in Bayern - die Wohnungen von mehreren Mitgliedern der bayerischen AfD-Jugendorganisation Junge Alternative durchsucht. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft München dem Nachrichtenportal welt.de. Insgesamt seien sechs Wohnungen durchsucht worden. 

Einer der Betroffenen, Rafael Hauptmann, berichtet außerdem auf seiner Facebook-Seite selbst über die Hausdurchsuchung. Hauptmann tritt laut welt.de bei der bayerischen Landtagswahl am Sonntag als Landtagskandidat an. „Heute morgen wurde dann bei den Vorstandsmitgliedern der Jungen Alternative Bayern, darunter auch bei mir, Hausdurchsuchungen vorgenommen“, schrieb er am Freitagnachmittag. Die Polizei habe unter anderem nach Mobiltelefonen, Spraydosen und Speichermedien gesucht.

Anlass der Hausdurchsuchungen ist offenbar eine Aktion, die die bayerische Junge Alternative in der Nacht von 6. auf 7. Oktober vor der CSU-Zentrale in München organisierte: Sie sprühte die Namen von 40 Menschen auf den Asphalt, die ihrer Meinung nach zu Opfern von Gewalttaten wurden, die eine Folge der Flüchtlingspolitik seien. Außerdem schütteteten die Jungpolitiker Kunstblut vor die Parteizentrale und stellten Kerzen auf. Seitdem ermittle die Staatsanwaltschaft wegen Sachbeschädigung, schreibt welt.de

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Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

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