Wegen Coronavirus

FDP fordert Grippe-Impfpflicht

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Im Kampf gegen das Coronavirus fordert die Landtags-FDP die Staatsregierung auf, eine bayernweite Pflicht zur Grippeschutzimpfung zu erlassen.

Im Kampf gegen das Coronavirus fordert die Landtags-FDP die Staatsregierung auf, eine bayernweite Pflicht zur Grippeschutzimpfung zu erlassen. Damit soll die Zahl von Influenza-Infektionen noch vor einem möglichen erneuten Aufflammen der Epidemie Ende des Jahres eingedämmt werden. Der Höhepunkt der Krise sei schließlich noch nicht abzusehen – und schon jetzt werde eine zweite Welle im Herbst dieses Jahres befürchtet, argumentiert die FDP. Indem die Bevölkerung frühzeitig und breit gegen Grippe geschützt werde, könne einer Überlastung des Gesundheitssystems vorgebeugt werden.

„Momentan ist es noch möglich, genügend Impfdosen herstellen zu lassen und ein entsprechendes Impfprogramm zur kommenden Grippe-Saison 2020/2021 auf den Weg zu bringen“, sagt Dominik Spitzer, der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, unserer Zeitung. Insbesondere älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen – also Risiko-Gruppen bei Corona – empfehle die Ständige Impfkommission ohnehin die Influenza-Impfung. Allerdings seien die Impfquoten momentan gering – mit circa 35 Prozent bei den über 60-Jährigen und zwischen 27 bis 40 Prozent bei den chronisch Kranken.

Um das zu ändern, wendet sich Spitzer in einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder und die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU), der unserer Zeitung vorliegt. Darin heißt es; „Die aktuelle Pandemie erfordert ein intensives Eingreifen des Staates zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in unserem Land. Durch eine Immunisierung der Bevölkerung gegen Influenza würden durch die Herdenimmunität nicht nur Risikogruppen geschützt, sondern intensivmedizinische Bettenkapazitäten an deutschen Kliniken entlastet.“ Deshalb sollten bereits jetzt die dafür nötigen Entscheidungen getroffen werden.

Das Thema Impfpflicht ist in Teilen der Bevölkerung hochumstritten. Zum stärkeren Schutz vor hoch ansteckenden Masern gilt seit März eine bundesweite Impfpflicht für Kinder in Kitas und Schulen. Gegen das Gesetz hatte es auch in Bayern Demonstrationen gegeben. Mehrere Familien mit Kleinkindern klagen dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht. 

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