Wegen Fahrerflucht: Döring muss Geldbuße zahlen

Hannover - Der neue FDP-Generalsekretär Patrick Döring muss eine Geldbuße wegen Fahrerflucht zahlen. Die Staatsanwaltschaft Hannover stellte das Verfahren gegen den Politiker ein.

Der designierte FDP-Generalsekretär Patrick Döring muss wegen Fahrerflucht eine Geldbuße von 1500 Euro zahlen. Die Staatsanwaltschaft Hannover stellte das Verfahren gegen den Politiker gegen Zahlung des Betrags ein. Das sagte ihre Sprecherin Irene Silinger am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Döring hatte Mitte November in der Nähe seines Hauses in Hannover mit seinem Wagen den Außenspiegel eines anderen Autos demoliert und war anschließend weitergefahren. Nach eigener Aussage hat er nicht bemerkt, dass er mit seinem Fahrzeug den anderen Wagen beschädigt hatte.

Döring äußerte sich am Donnerstag zunächst nicht. Er halte sich derzeit im Ausland auf, der Bescheid der Staatsanwaltschaft Hannover liege noch nicht vor, sagte ein FDP-Sprecher in Berlin. Im Parteivorstand wird davon ausgegangen, dass Döring an seiner Kandidatur für den Posten des Generalsekretärs festhält. Er hatte unmittelbar nach seiner Nominierung durch Parteichef Philipp Rösler die Vorstandsmitglieder über die laufenden Ermittlungen gegen ihn unterrichtet. Als Nachfolger des zurückgetretenen Christian Lindner muss sich Döring im April beim FDP-Bundesparteitag zur Wahl stellen.

Staatsanwaltschaft: "Absolut normales Vorgehen"

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft betonte mit Blick auf das Vorgehen der Anklagebehörde: „Das ist eine absolut normale Vorgehensweise bei einem nicht vorbelasteten Bürger und bei einer derart geringen Schadenshöhe.“ Ob Dörings Aussage, von dem Unfall nichts mitbekommen zu haben, glaubwürdig sei, wolle die Staatsanwaltschaft nicht bewerten, sagte Sprecherin Silinger weiter. „Wenn die Geldbuße bis Ende Januar bezahlt wird, ist die Sache damit erledigt.“ 1000 Euro Geldbuße sollen an die Landeskasse gehen, 500 Euro an die Verkehrswacht Hannover.

Döring hatte nach Bekanntwerden des Unfalls der „Welt am Sonntag“ gesagt: „Ich bin mir keines Vergehens bewusst.“ „Dass ich mit meinem Fahrzeug einen anderen Außenspiegel beschädigt habe, habe ich nicht wahrgenommen.“ Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch nach eigenen Angaben Indizien, dass der FDP-Politiker den Zusammenstoß sehr wohl bemerkt und dennoch die Unfallstelle verlassen hatte. Zeugen hätten ausgesagt, Döring habe nach einem lauten Knall zunächst gestoppt, seinen eigenen Außenspiegel gerichtet und sei dann wieder losgefahren.

dpa

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