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Die Streitkräfte in der Türkei gehen derzeit mit erhöhter Gewalt gegen kurdische Bürger vor.

Kritik am gewaltsamen Vorgehen gegen PKK

Wegen Kurden: Erdogan wirft EU "Scheinheiligkeit" vor

Ankara - Angesichts von Kritik am gewaltsamen Vorgehen gegen die verbotene Arbeiterpartei PKK hat der türkische Staatschef Erdogan der Europäischen Union "Scheinheiligkeit" vorgeworfen.

Er zweifele an der "Aufrichtigkeit" Brüssels, "wenn die Terrororganisation in Brüssel vor der Ratsgebäude ein Zelt errichten darf", sagte Erdogan am Montag in Istanbul. Kurdenaktivisten hatten in der belgischen Hauptstadt während des EU-Türkei-Gipfels in der vergangenen Woche gegen die Politik Ankaras protestiert.

Die PKK wird von der Türkei und ihren westlichen Verbündeten als Terrororganisation eingestuft. Mit Blick auf die PKK und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sagte Erdogan, sein Land sei derzeit mit "einer der größten Terrorismuswellen seiner Geschichte konfrontiert". "Wir werden diese Organisationen mit den härtesten Mitteln bekämpfen", kündigte er an. Das türkische Volk rief er zur "Mobilisierung" auf.

Türkische Sicherheitskräfte gehen seit Monaten gewaltsam gegen die PKK vor. Zu einem Anschlag in Ankara vor gut einer Woche, bei dem 35 Menschen getötet wurden, bekannte sich die radikale Kurdengruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK). Nach Einschätzung der türkischen Sicherheitskräfte ist die Gruppe eine Unterorganisation der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), diese distanzierte sich allerdings von der TAK.

Für ein Selbstmordattentat in Istanbul, bei dem am Samstag vier Menschen getötet wurden, macht die türkische Regierung die IS-Miliz verantwortlich. Am Montag meldete die Nachrichtenagentur Dogan, dass die Sicherheitskräfte nach drei Extremisten suchten, die weitere Anschläge planten. Es handele sich um türkische Staatsbürger, die es auf belebte öffentliche Plätze abgesehen hätten.

AFP

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