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Donald Trump: Wird seine Ehefrau, das Ex-Model Melania die neue First Lady?

Was weiß er über Ted Cruz' Gattin?

Wegen Räkel-Fotos: Schmutzkampagne gegen Trumps Frau

Washington - Im Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten ist eine Schlammschlacht um die Ehefrauen der Kandidaten Trump und Cruz entbrannt. Es geht um drohende Enthüllungen und Fotos, die wenig verhüllen.

Im Wahlkampf ihres Ehemanns Donald Trump hat sich Ex-Model Melania Trump (45) bislang auffällig zurückgehalten. Jetzt steht sie dank aufreizender Fotos aus der Vergangenheit ungewollt im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Gegner des rechtspopulistischen Präsidentschaftsbewerbers haben die Frau des schillernden US-Präsidentschaftskandidaten durch eine Facebook-Publikation zum politischen Streitobjekt gemacht. 

Die Attacke auf Trump und die gebürtige Slowenin nutzt ein altes Foto von Melania Trump vom Cover des britischen Männermagazins "GQ". Darauf räkelt sie sich in lasziver Pose auf einem Fellteppich - mit nicht mehr bekleidet als funkelndem Schmuck. "Triff auf Melania Trump, Deine nächste First Lady", hieß es dazu auf Facebook.

Von der Autohändler-Tochter zur First Lady?

Veröffentlicht wurde der laszive Schnappschuss im Jahr 2000. Damals hieß Melania mit Nachnamen noch Knavs und war noch nicht mit Trump verheiratet. Die Tochter eines Autohändlers wurde als Teenager in ihrer Heimat während eines Model-Wettbewerbs entdeckt und erhielt daraufhin einen Vertrag in Mailand. Ihre Karriere führte sie nach New York, wo sie Ende der 90er Jahre in einem Nachtclub Donald Trump kennenlernte. Im Jahr 2005 folgte die Glamour-Hochzeit, im März 2006 wurde Sohn Barron William Trump geboren.

Ihr Leben als Milliardärsgattin hat Melania Trump ausführlich auf Twitter dokumentiert - mit Fotos des Pracht-Appartements in Manhattan und dessen grandiosen Ausblick auf den Central Park, von edlem Schmuck und und den Reisen im Privatjet.

Trump droht Geheimnis über Heidi Cruz auszuplaudern

Donald Trump reagierte zornig und bezichtigte Senator Ted Cruz, seinen Rivalen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, hinter der Kampagne zu stecken. "Sei vorsichtig, Lügner Ted," warnte er auf Twitter. "Oder ich werde alles über Deine Frau ausplaudern!" Welche unangenehmen Enthüllungen er über die 43-jährige Investmentbankerin bei Goldman Sachs in der Hinterhand hat, sagte er nicht.

Ted Cruz und seine Heidi.

Ted Cruz reagierte sauer: "Ich werde nicht oft wütend", sagte Cruz am Donnerstag vor Journalisten im Bundesstaat Wisconsin. "Wer aber meine Frau angreift, oder meine Kinder, der wird das schaffen!" Direkt an seinen Rivalen gewandt, fügte Cruz hinzu: "Donald, Du bist ein wimmernder Feigling, und lass verflucht noch mal Heidi in Ruhe!"

Später ruderte der Immobilien-Tycoon, der während seines Wahlkampfs immer wieder mit Beschimpfungen von Frauen für Aufsehen gesorgt hat, zurück. Er stellte auf dem Kurznachrichtendienst Fotos von Heidi Cruz und seiner eigenen Frau nebeneinander. Darauf hat Heidi Cruz einen verzerrten Gesichtsausdruck, während das 45-jährige Ex-Model Melania den Betrachter mit strahlenden blauen Augen anblickt. Ein Schriftband kommentiert: "Nicht nötig, alles auszuplaudern. Diese Bilder sagen so viel wie tausend Worte."

Heidi Cruz reagierte jedoch gelassen auf Trumps Attacke. Die "meisten Dinge", die der Geschäftsmann verbreite, hätten "keine reale Grundlage", sagte sie in Wisconsin.

Melania Trump übt sich in vornehmer Zurückhaltung

Melania Trump hat selbst bislang nicht auf die Kampagne gegen sich reagiert. Das passt zu ihrem eher dezenten Auftreten im Wahlkampf. Während ihr Mann seine Tochter Ivanka intensiv eingebunden hat, bleibt seine Frau oft zu Hause. Deswegen erregte es auch einiges Aufsehen, als Melania Trump sich unlängst in einem TV-Interview erstmals dezidiert politisch äußerte. "Ich habe nicht das Gefühl, dass er Mexikaner beleidigt hat", nahm sie ihren Mann gegen die Kritik an seinen fremdenfeindlichen Äußerungen in Schutz.

In einem Interview des Frauenmagazins "Harper's Bazaar" beteuerte Melania Trump, dass ihre Zurückhaltung im Wahlkampf nichts mit taktischem Kalkül zu tun habe: "Das war meine Entscheidung." Klar ist aber auch, dass sie eine First Lady wäre, an die sich viele Rechtskonservative erst würden gewöhnen müssen.

Zweimal geschieden: Wäre Trump ein guter US-Präsident?

Denn nicht nur die erotischen Fotos aus der Vergangenheit widersprechen dem Rollenbild einer Präsidentengattin, wie es in diesen Kreisen weiter kursiert. Auch allein die Tatsache, dass Melania Trump die bereits dritte Frau ihres ein Vierteljahrhundert älteren Mannes ist, passt nicht ins Bild. Immerhin wäre der Immobilienmilliardär aber nicht der erste geschiedene US-Präsident. Sein bislang einziger Vorgänger in dieser Hinsicht wäre ausgerechnet Ronald Reagan. Vor First Lady Nancy Reagan war die Ikone der Republikaner jedoch nur einmal verheiratet.

Melania Trump wäre noch in vielerlei anderer Hinsicht eine höchst ungewöhnliche First Lady. So wäre sie die erst zweite Präsidentengattin der US-Geschichte, die im Ausland geboren wurde - nach Louisa Adams, die 1825 in das Weiße Haus einzog. In die USA kam Melania Trump im Zuge ihrer Modelkarriere erst Mitte der neunziger Jahre, bis heute spricht sie Englisch mit starkem Akzent.

US-republikanisches Präsidentschaftsrennen wird zum Dreikampf

afp

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