Großbrand in Ankerzentrum für Asylbewerber - Lage unübersichtlich

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US-Kardinal Bernard Law, aufgenommen am 08.08.2002 vor dem Obersten Gerichtshof in Boston. Foto: George Martell/Boston Herald, Pool/dpa

Er starb mit 86 Jahren

Wegen Sex-Skandalen umstrittener Kardinal Law ist tot

Rom (dpa) - Der in Pädophilie-Skandale verwickelte US-Kardinal Bernard Law ist tot. Er starb am frühen Mittwochmorgen in Rom, wie der Vatikan mitteilte. Der frühere Erzbischof von Boston wurde 86 Jahre alt.

Law stand im Mittelpunkt des Missbrauchsskandals, der 2002 die römisch-katholische Kirche erschütterte. Der 1931 in Mexiko geborene Geistliche trat im Dezember 2002 als Erzbischof unter massivem Druck zurück, nachdem Zeitungen über Missbrauchsfälle in seiner Diözese berichtet hatten. Über Jahrzehnte hinweg hatten Dutzende Priester Minderjährige missbraucht.

Law hatte die Skandale vertuscht, pädophile Priester versetzt und vor Strafen der Behörden geschützt. Der Kardinal wurde unter anderem im Film "Spotlight" erwähnt, der darstellt, wie ein Journalistenteam des "Boston Globe" die Missbrauchsfälle aufdeckte.

Papst Franziskus sprach dem Kardinalskollegium in einem Telegramm sein Beileid aus. Die Trauermesse soll am Donnerstag im Vatikan stattfinden. Nach seinem Rücktritt war Law von Papst Johannes Paul II. nach Rom berufen worden. 2005 hielt Law für das verstorbene Kirchenoberhaupt die Trauermesse. Von 2004 bis 2011 war er Priester in der Kirche Santa Maria Maggiore.

"Wir sind sicher, dass viele Menschen gemischte Gefühle über den Tod von Kardinal Bernard Law haben", hieß es unterdessen in einer Erklärung des Netzwerks der Überlebenden von Missbrauch durch Priester (SNAP). Statt Priester zu würdigen, die sexuellen Missbrauch vertuscht hätten, müsse der Vatikan Kinder beschützen und sich um diejenigen kümmern, die verletzt worden seien.

Mitteilung zur Berufung nach Rom, 2004, Italienisch

Mitteilung Snap Network

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