Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung?

Wegen Spionage: U-Haft für 29 Verdächtigte in Ägypten

Wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Spionagetätigkeiten im Auftrag der Türkei sind 29 Verdächtige in Ägypten in U-Haft genommen worden.

Kairo - Wie das Büro des Generalstaatsanwalts am Mittwoch in Kairo mitteilte, wird den Verdächtigen vorgeworfen, in Zusammenarbeit mit dem türkischen Geheimdienst versucht zu haben, der ägyptischen Muslimbruderschaft wieder zur Macht zu verhelfen. Demnach sollen sie ägyptischen Staatsbürgern unter anderem einen Dienst für internationale Telefonanrufe angeboten haben - und Informationen aus abgehörten Gesprächen an den türkischen Geheimdienst weitergeleitet haben. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bei Hausdurchsuchungen Computer mit Abhörprogrammen bei den Verdächtigen gefunden. Weitere Verdächtige sind demnach auf freiem Fuß. Die Beziehungen zwischen Ankara und Kairo sind stark angespannt, seit das ägyptische Militär den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Jahr 2013 gestürzt hatte. Die Türkei hatte dies als Putsch verurteilt. Zahlreiche Mitglieder der in Ägypten heute verbotenen Muslimbruderschaft Mursis fanden seitdem in der Türkei Zuflucht.

afp

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Landtagswahl 2018 im Stimmkreis Miesbach
Bei der Landtagswahl 2018 in Bayern treten im Stimmkreis Miesbach zehn Direktkandidaten an. Hier finden Sie die wichtigsten regionalen Infos zur Wahl.
Landtagswahl 2018 im Stimmkreis Miesbach
GroKo-Zoff beim „Tag der Industrie“: SPD und CSU packen nach Maaßen alte Asylstreits aus
Beim „Tag der Deuschen Industrie“ bekommt die GroKo viel Unmut ab. CSU und SPD machen nach Maaßen dort weiter, wo sie aufgehört hatten: Mit Streit über altbekannte …
GroKo-Zoff beim „Tag der Industrie“: SPD und CSU packen nach Maaßen alte Asylstreits aus
Österreichs Kanzler kritisiert FPÖ-Warnung vor drei Medien
Für österreichische Medien, die nicht im Sinne der rechten FPÖ berichten, könnte es ungemütlich werden. Das FPÖ-geführte Innenministerium warnt die Polizei vor zu viel …
Österreichs Kanzler kritisiert FPÖ-Warnung vor drei Medien
Merkel dringt auf weitere Entlastung beim Soli
Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht auf eine weitere Entlastung beim Solidaritätszuschlag. Was bis jetzt geplant sei, erscheine ihr ungerecht.
Merkel dringt auf weitere Entlastung beim Soli

Kommentare