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Wegen Ukraine-Krieg: Stoltenberg soll Nato-Generalsekretär bleiben

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Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär © Benoit Doppagne / dpa

Wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine soll der Norweger Jens Stoltenberg vorerst Generalsekretär der Nato bleiben.

Brüssel/Kairo - Dafür sprach sich am Donnerstag beim Gipfeltreffen in Brüssel unter anderem US-Präsident Joe Biden aus, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Stoltenbergs derzeitige Amtszeit bei der Nato wäre eigentlich am 30. September ausgelaufen. Danach wollte der frühere norwegische Regierungschef zurück in seine Heimat gehen und dort Chef der Zentralbank werden. Für diesen Posten hatte sich der 63-Jährige Ende des vergangenen Jahres beworben. Anfang Februar bekam er dann offiziell den Zuschlag. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll der Nato-Vertrag nun um ein Jahr verlängert werden.

Ob Stoltenberg von Staats- und Regierungschefs angesichts der Ukraine-Kriegs gebeten wurde, eine Vertragsverlängerung in Erwägung zu ziehen oder sich angesichts der Lage selbst darum bemühte, blieb zunächst offen. Gerüchte über einen Verbleib hatte es zuletzt wieder gehäuft gegeben. Als Hintergrund gelten der Ukraine-Krieg und die schweren Spannungen mit Russland. Nach Ansicht von Diplomaten spricht dies für ein Festhalten an einem erfahrenen Mann an der Spitze der Nato. Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten hatten Russlands Angriff auf die Ukraine bereits kurz nach dem Beginn als die «seit Jahrzehnten schwerwiegendste Bedrohung für die euro-atlantische Sicherheit» bezeichnet.

Wegen Ukraine-Krieg: Ägypten bittet IWF um Entlastung

Wegen der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs will Ägypten mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) erneut über einen möglichen Hilfskredit verhandeln. Angedacht sei ein neues Programm, um das nordafrikanische Land bei seinen Wirtschaftsreformen zu unterstützen, teilte das Kabinett in Kairo am Mittwochabend mit. Der Krieg in der Ukraine habe weltweit und vor allem in Schwellenländern «externe Schocks» verursacht und zu «beispiellosen Preissteigerungen» geführt. «Das sich rasch verändernde globale Umfeld und Nebeneffekte im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine stellen Länder rund um die Welt vor wichtige Herausforderungen, darunter Ägypten», teilte der IWF in Washington mit. Der IWF arbeite mit den Behörden in Kairo zusammen, um Verhandlungen über ein neues Programm vorzubereiten. Gemeinsame Ziele seien dabei «wirtschaftliche Stabilität» und nachhaltiges Wachstum mit vielen Arbeitsplätzen in Ägypten.

Ägyptens Zentralbank hatte den Leitzins vor einigen Tagen in einer außerplanmäßigen Sitzung bereits um ein Prozent erhöht. Begründet wurde der Schritt mit der steigenden Inflation und Sorgen vor einer Kapitalflucht. Das ägyptische Pfund verlor gegenüber dem US-Dollar seitdem rund 15 Prozent seines Werts - der größte Verlust seit fünf Jahren. Die Zentralbank nannte als Gründe für die erste Zinserhöhung seit 2017 auch den Ukraine-Krieg und die Corona-Pandemie. Der IWF hatte Ägypten 2016 mit einem Kredit in Höhe von 12 Milliarden Dollar (10,9 Mrd Euro) unterstützt und im Gegenzug wirtschaftliche Reformen verlangt. 2020 erhielt das Land zudem zwei IWF-Kredite in Höhe von insgesamt etwa 8 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro), um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Die Reformen haben zu mehr Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen geführt. Zugleich lebt knapp ein Drittel der rund 105 Millionen Einwohner in Armut. (dpa)

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