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Hans-Peter Bartels plädiert für weniger Auslandseinsätze der Bundeswehr.

„Man muss nicht überall dabei sein“

Wehrbeauftragter Bartels stellt Zahl der Auslandseinsätze in Frage

Hans-Peter Bartels hat sich dafür ausgesprochen die Zahl der Auslandseinsätze der Bundeswehr zu verringern. Der aktuelle Wehrbeauftragte des Bundestags sagte, dass die nächste Bundesregierung prüfen solle, welche Einsätze effektiv seien.

Berlin - Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), hat sich dafür ausgesprochen, die Zahl der Auslandseinsätze der Bundeswehr zu verringern. "Wir sollten uns auf Schwerpunkte konzentrieren", sagte Bartels der "Passauer Neuen Presse" vom Mittwoch. Die nächste Bundesregierung solle daher nach ihrem Amtsantritt noch einmal prüfen, welche Einsätze effektiv seien.

"Man muss nicht überall dabei sein", sagte Bartels. Der SPD-Politiker hob hervor, dass er zentrale Missionen wie in Mali, Afghanistan und auf dem Balkan damit nicht in Frage stellen wolle. Dafür könne er sich vorstellen, auf "die eine oder andere Kleinstmission" zu verzichten. "Ob man etwa den Einsatz in Somalia mit sieben Einsatzkräften unbedingt fortführen muss, darüber wäre nachzudenken."

Der Bundestag berät an diesem Mittwoch über die Verlängerung der Bundeswehreinsätze in Mali und zur Unterstützung der Kurden in Nordirak um zunächst drei Monate. Die Mandate dafür würden sonst Ende Januar auslaufen. Am Dienstag hatte das Parlament bereits über dreimonatige Verlängerungen für die Einsätze in Afghanistan, im westlichen Mittelmeer, gegen die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) sowie in Sudan und Südsudan debattiert. Deren bisherige Mandate enden zum 31. Dezember.

dpa

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