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Kardinal Marx hat in seiner Weihnachtsbotschaft vor dem Missbrauch religiöser Botschaften gewarnt.

Weihnachtsbotschaft

Kardinal Marx warnt vor Missbrauch religiöser Botschaften

Kardinal Marx hat vor dem Missbrauch religiöser Botschaften gewarnt. Die christlichen Kirchen müssten aber selbstkritisch auf sich selbst blicken.

München - Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, hat vor dem Missbrauch religiöser Botschaften gewarnt. Einige Menschen betrachteten Religionen heutzutage eher als Teil des Problems statt als Lösung des Problems, sagte Marx am Heiligen Abend in seiner Weihnachtsbotschaft laut einem vom Münchner Erzbistum vorab verbreiteten Redemanuskript. Religionen könnten in der gegenwärtigen Zeit mit steigenden Unsicherheiten und Sorgen als „Schwungrad für Fundamentalismus und für ein Freund-Feind-Denken, ja für Hass und Gewalt“ missbraucht werden.

Christliche Kirchen müssen selbstkritisch auf sich selbst blicken

Marx fügte an: „Ein Denken in den Kategorien Freund und Feind, Gewinner und Verlierer, Sieger und Besiegte setzt sich stärker durch. Selbst in unserem geordneten und doch überwiegend friedlichen und wohlhabenden Land kann man das spüren“. Angesichts dieser Gefahr müssten auch die christlichen Kirchen jederzeit demütig und selbstkritisch auf sich selbst blicken.

Die Realität der Kirche brauche „immer neue Aufklärung im Licht der Botschaft von Weihnachten“. Es brauche Mut und Kraft, „um gegen jeden Missbrauch der Religion aufzustehen“. Wenn das gelinge, könne der Glaube „ein Teil der Lösung der großen Herausforderungen“ sein, vor denen die Menschen auf der Welt stünden.

Weihnachten sei immer wieder faszinierend

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete das Weihnachtsfest in seiner Weihnachtsbotschaft als „ein Wunder“, in der Gott „einer Welt, in der es so viele Kriegserklärungen gibt, ein für alle Mal die Liebe“ erkläre. Von daher sei Weihnachten immer wieder faszinierend.

Lesen Sie auch: Steinmeier: „Auch bei uns im Land gibt es Ängste, gibt es Wut“

dpa

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