Jetzt ermittelt die Polizei

Weil er Trump „wählte“: Mutter wirft kleinen Sohn auf die Straße

  • schließen

Austin - Als eine Mutter erfuhr, dass ihr Kind Trump „wählte“, bestrafte sie den Jungen hart und stellte davon ein Video ins Netz. Es folgte ein Sturm der Entrüstung - jetzt handelt die Polizei.

Viele Menschen in den USA sind wütend und traurig darüber, dass Donald Trump am 9. November zum Präsidenten der USA gewählt wurde. Wie aber eine US-amerikanische Mutter reagierte, als sie erfuhr, dass ihr Sohn bei einer Schein-Wahl in der Schule für Trump gestimmt hat, macht fassungslos.

Die Mutter aus Texas beschimpfte ihr Kind, packte ihm einen Koffer und warf es auf die Straße - obwohl der kleine Junge die ganze Zeit bitterlich weinte und offensichtlich große Angst hatte. Mit einem Schild, auf dem „Meine Mutter hat mich rausgeworfen, weil ich Donald Trump gewählt habe“ stand, musste der Grundschüler dann weinend auf der Straße stehen. Die Mutter ging noch einmal zu ihm und fragte, warum er Trump gewählt habe. Er antwortete, er habe ihn so oft im Fernsehen gesehen. Das beschwichtigte den Zorn der Frau nicht - sie lief davon und ließ ihren Sohn alleine zurück. Ihr zweites, noch kleineres Kind weinte jetzt auch jämmerlich, weil sein Bruder so hart bestraft wurde. 

Die Mutter filmte ihre Bestrafungsaktion und stellte das Video selbst über soziale Kanäle ins Internet. Ein YouTube-User lud es später von den sozialen Medien auf die Videoplattform  „YouTube“ und forderte andere User auf, gegen das inakzeptable Verhalten der Mutter zu protestieren. Er selbst habe bereits die Polizei kontaktiert, diese habe aber gesagt, es sei kein kriminelles Verhalten zu erkennen und bei einem Besuch sei der Junge wohlauf gewesen. Das Video wurde bereits über eine Million Mal aufgerufen.

Offenbar meldeten sich aber so viele Menschen nach Veröffentlichung des Videos bei den Behörden, dass die Polizei nun doch gemeinsam mit dem Kinderschutzbund weitere Ermittlungen anstellt. Dies gab der YouTube-User, der das Video aus Empörung verbreitete, in einem Update bekannt.

Rubriklistenbild: © Sceenshot YouTube

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Nach dem Terroranschlag von Barcelona marschierten Mitglieder der Identitären Bewegung in der Stadt auf. Passanten stellten sich den Rechten entgegen.
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Sein Anschlag tötete 14 Menschen und wollte offenbar noch viel mehr treffen - über den Attentäter von Barcelona gibt es mittlerweile nähere Erkenntnisse.   
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“
Der türkische Präsident Erdogan hat die türkischstämmigen Wähler zum Boykott bei der Bundestagswahl aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel übt an der Einmischung …
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“
Kampf um die Erinnerung: Bürgerkriegsdenkmäler spalten US-Südstaaten
Der Bürgerkrieg in den USA ist seit 152 Jahren beendet, präsent ist er mancherorts dennoch: Eines dieser Denkmäler war Auslöser für die Zusammenstöße von Charlottesville.
Kampf um die Erinnerung: Bürgerkriegsdenkmäler spalten US-Südstaaten

Kommentare