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Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zu US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen - vorausichtlich noch in diesem Monat. Foto: Michael Kappeler

Handelsfragen im Fokus

Weißes Haus bestätigt Besuch Merkels bei Trump

Beim letzten Mal lief es nicht ganz so gut: Unvergessen der offizielle Fototermin, bei dem Donald Trump der deutschen Kanzlerin nicht die Hand schüttelte. Nun wird es einen neuen Anlauf geben.

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in nächster Zeit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus treffen. Das bestätigte ein Sprecher Trumps am Rande eines Besuchs des Präsidenten in West Virginia. An den Details des Treffens werde noch gearbeitet.

Nach "Bild"-Angaben ist der Besuch für den 27. April geplant. Das wäre nur wenige Tage nach dem Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei Trump.

Im Mai steht seitens der USA eine Neubewertung des Atomabkommens mit dem Iran an. Die Spekulationen verdichten sich, dass Trump sich aus dem ihm verhassten Pakt zurückziehen wird. Macron und Merkel dürften versuchen, dem entgegenzuwirken.

Die traditionell guten deutsch-amerikanischen Beziehungen haben sich unter Trump massiv verschlechtert. In den USA war Merkel von verschiedenen Seiten nahegelegt worden, nach ihrer Wiederwahl zur Kanzlerin als besonders wichtige außenpolitische Stimme Europas möglichst bald nach Washington zu reisen.

Die Verbündeten USA und Deutschland sprechen in vielen außen- und sicherheitspolitischen Fragen nicht mehr mit einer Stimme. Trump hielt Deutschland wiederholt vor, nicht genug Geld in die Verteidigung zu investieren.

Wie bereits beim ersten Treffen der beiden im März 2017 dürften auch nun die Handelsbeziehungen einen Schwerpunkt der Gespräche bilden. Schon damals hatte Trump Deutschland und anderen Ländern mit Strafzöllen gedroht. Während Deutschland und die EU nun zunächst ausgenommen sind, stehen die USA und China auf der Schwelle eines Handelskonflikts.

Trump hatte beim Treffen mit Merkel vor gut einem Jahr mit Blick auf den deutschen Handelsüberschuss betont: "Wir wollen Fairness, keine Siege." Deutschland habe bisher die besseren Verhandler als die USA gehabt, das müsse man anerkennen. "Vielleicht können wir das zumindest ausgleichen."

Die USA waren zuletzt größter Absatzmarkt für Produkte "Made in Germany". Der deutsche Handelsüberschuss lag bei etwa 50 Milliarden Euro. Trump versuchte damals den Eindruck zurückzuweisen, er setze auf Abschottung. Er sei als US-Präsident ein Handelsmann und kein Isolationist. Kanzlerin Merkel hatte die Notwendigkeit eines fairen Handels hervorgehoben.

Gerungen werden dürfte auch über die in den Augen der Amerikaner zu niedrigen deutschen Verteidigungsausgaben. Merkel sagte damals zu, diese weiter zu erhöhen. Deutschland habe sich auf das Nato-Ziel verpflichtet, bis 2024 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für das Militär auszugeben. "Wir werden auch weiter in diese Richtung arbeiten", sagte die CDU-Politikerin damals.

Beim offiziellen Fototermin wirkte Trump damals streng und abwesend. Die zurückhaltende Frage der Kanzlerin, ob es denn nicht noch einen "Handshake" für die Fotografen geben solle, ignorierte er offensichtlich und schaute angestrengt geradeaus. Er sagte danach, er habe Aufforderungen oder Fragen zu einem Handschlag nicht gehört.

Bericht bild.de

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