+
Kremlchef Wladimir Putin (l) und US-Präsident Donald Trump wollen sich am 16. Juli in der finnischen Hauptstadt Helsinki treffen. Foto: Evan Vucci/AP/Archiv

Sanktionen sollen bleiben

Weißes Haus: USA erkennen Annexion der Krim nicht an

Washington (dpa) - Vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin hat das Weiße Haus betont, dass sich die USA nicht mit der russischen Annexion der Krim abfinden werden.

"Wir erkennen den Versuch Russlands, die Krim zu annektieren, nicht an", sagte die Sprecherin der US-Regierungszentrale, Sarah Sanders, am Montag in Washington. Die Sanktionen gegen Moskau, die Washington wegen der Aneignung verhängt hatte, würden so lange aufrecht erhalten, bis Russland die Krim an die Ukraine zurückgebe, fügte sie hinzu.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton hatte am Wochenende angedeutet, dass die USA sich möglicherweise offen dafür zeigen könnten, ihre Position in Bezug auf die Krim zu ändern.

Die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel wurde im März 2014 vom Nachbarland Russland annektiert. Zuvor war in Kiew der ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch nach monatelangen gewaltsamen Protesten mit mehr als 100 Toten gestürzt worden. Russische Truppen besetzten anschließend das Parlament der Krim in Simferopol und andere strategisch wichtige Orte auf der Halbinsel. In einem umstrittenen Referendum stimmte eine Mehrheit der Bevölkerung der Halbinsel für den Anschluss an Russland. Die Annexion wird aber von fast keinem Staat völkerrechtlich anerkannt.

Trump und Putin wollen sich am 16. Juli in der finnischen Hauptstadt Helsinki treffen. Die russische Regierung hatte am Montag erklärt, dass die Krim kein Thema der Gespräche sein werde. Putin habe wiederholt in Gesprächen klargemacht, dass die Halbinsel ein untrennbarer Teil Russlands sei, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentar: Das Gift, das die CDU lähmt
Eine Parteiklausur zum Vergessen hat die CDU hinter sich. Die Partei kämpft mit dem Erbe ihrer Kanzlerin. Und mit der CSU brechen neue Konflikte auf. Ein Kommentar von …
Kommentar: Das Gift, das die CDU lähmt
Atom-Streit: Iran warnt Europa - Maas wirft Trump Versagen vor
Im Iran spitzte sich nach dem Flugzeug-Abschuss die politische Lage weiter zu. Trump geht auch auf Irans geistliches Oberhaupt los. Iran wirft Merkel aber „Feigheit“ …
Atom-Streit: Iran warnt Europa - Maas wirft Trump Versagen vor
Trump-Anwälte greifen an: Anklagepunkte verfassungswidrig
Bislang standen die Vorwürfe der Demokraten gegen US-Präsident Trump im Mittelpunkt. Jetzt geben seine Verteidiger einen Vorgeschmack auf ihre Strategie. Noch findet der …
Trump-Anwälte greifen an: Anklagepunkte verfassungswidrig
40 Regierungssoldaten im Jemen durch Rakete getötet
Sanaa (dpa) - Mindestens 40 Regierungssoldaten sind im Jemen nach Angaben aus Militärkreisen bei einem Raketenangriff getötet und etwa 50 weitere verletzt worden.
40 Regierungssoldaten im Jemen durch Rakete getötet

Kommentare