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Vor der Küste Libyens bringen Matrosen des US-Marineschiffes "Trenton" Migranten in Sicherheit. Foto: Jonathan Nelson/U.S. Navy

Flüchtlingspolitik

IOM: Migranten von US-Schiff dürfen nach Italien

Das in Italien abgewiesene Rettungsschiff "Aquarius" kämpft sich durch schwere See Richtung Spanien. Die von einem US-Schiff aufgenommenen Flüchtlinge dürfen hingegen in Italien an Land.

Rom (dpa) - Die rund 40 Migranten, die ein US-Marineschiff im Mittelmeer gerettet hat, dürfen nach tagelangem Warten nach Italien gebracht werden.

Sie würden auf ein Schiff der italienischen Küstenwache transferiert und am Sonntag in Italien ankommen, twitterte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, am Freitag.

Das US-Schiff "Trenton" hatte am Dienstag die etwa 40 Überlebenden eines Flüchtlingsunglücks vor der Küste Libyens gerettet und wartete seitdem auf die Autorisierung für die Einfahrt in einen sicheren Hafen. "Es muss eine dramatische und schmerzliche Erfahrung für sie gewesen sein", so Di Giacomo. Bei dem Unglück waren mindestens zwölf Menschen gestorben.

Italiens Innenminister Matteo Salvini von der fremdenfeindlichen Lega will vor allem privaten Seenotrettern die Einfahrt nach Italien verbieten. So ist es bereits mit der "Aquarius" geschehen. Das Schiff der Hilfsorganisation SOS Mediterranee ist deshalb auf dem Weg nach Spanien. Dort soll es wegen schlechten Wetters und Seegangs erst am Sonntagmorgen ankommen - eigentlich war Samstag angepeilt worden. Begleitet wird die "Aquarius" von zwei italienischen Schiffen, die einen Großteil der Migranten übernommen hatten.

IOM-Sprecher auf Twitter

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