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Weitere Lehrerstellen fürs G8

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Ludwig Spaenle steht unter verschärfter Beobachtung durch seinen Chef. Foto: dapd

München – Kultusminister Ludwig Spaenle hat die G8-Reformen gegen Kritik verteidigt. Der Vorschlag der SPD und des Deutschen Philologenverbands für ein Gymnasium der zwei Geschwindigkeiten (G8 und G9) sei „überholt“.

Wie berichtet, soll das G8 einen Personalpuffer bekommen, eine sogenannte integrierte Lehrerreserve. Bis 2014/15 soll sie an allen staatlichen Gymnasien kommen, versprach gestern Finanzminister Markus Söder. Dazu sei er bereit, im Doppelhaushalt 2013/14 zusätzliche Stellen frei zu geben. „Da sind noch Möglichkeiten drin, klar“, sagte er nach einer Sitzung des Ministerrats. Der Bedarf soll bis September ermittelt werden. Weitere G8-Reformbausteine sind neben einem „Flexibilisierungsjahr“ (im Regierungsjargon „Flexi-Jahr“ genannt) eine Lehrplan-Kürzung. Sie soll bereits ab September in Kraft treten, kündigte Spaenle gestern an. Auch FDP-Bildungsexpertin Renate Will verteidigte die Vorschläge. Die Lehrerreserve beispielsweise bekämpfe „effektiv den Unterrichtsausfall“. Jetzt müsse „endlich“ Ruhe einkehren.

Mehrere Teilnehmer des Runden Tisches vom Montag bestätigten gestern, Ministerpräsident Horst Seehofer sei sehr unwirsch mit dem Kultusminister umgesprungen. Er habe ihn „vorgeführt“, hieß es. Aus dem Kabinett verlautet, Seehofer habe wiederholt Kritik an Spaenle und seiner Amtsführung geübt. Das sei ein Grund, warum er die G8-Überarbeitung zur Chefsache gemacht habe. Ernsthaft zur Disposition steht der Minister aber nicht. Kleines Indiz dafür: Seehofer schweigt nun zum G8. Heute dürfen Spaenle und sein Staatssekretär allein die Reform erläutern.  

dw/cd

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