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Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst werden fortgesetzt. Foto: Arne Dedert

Berufsverkehr stark betroffen

Warnstreiks gehen weiter: Nahverkehr vielerorts lahmgelegt

Busse und Bahnen bleiben in den Depots. Kitas, Hallenbäder und Theater sind geschlossen. Die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst erschweren auch am Donnerstag in vielen Städten den Alltag.

Berlin - Die folgenreichen Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben erneut den Nahverkehr in mehreren deutschen Großstädten lahmgelegt. Besonders stark betroffen waren am Morgen Niedersachsen und der Großraum Stuttgart.

Am dritten Warnstreiktag in Folge bleiben zudem in vielen Kommunen Kitas und Stadtverwaltungen geschlossen. Mancherorts arbeiten Müllentsorger und Stadtreiniger nicht. Auch in Krankenhäusern waren Einschränkungen des Betriebs angekündigt. Bundesweit legen Zehntausende Beschäftigte des Bundes und der Kommunen ihre Arbeit nieder.

In Stuttgart stehen seit Betriebsbeginn die Bahnen und Busse der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) still. Nur die S-Bahn fährt. Auch die meisten Kitas, mehrere Hallenbäder und städtische Behörden sollten am Donnerstag geschlossen bleiben. In den Krankenhäusern waren Einschränkungen des Betriebs angekündigt.

In Hannover, Braunschweig und Wolfsburg bleiben Busse und Bahnen den ganzen Tag lang stehen - obwohl Schüler gerade Abiturprüfungen schreiben müssen. In diesen drei Städten sowie in Peine, Salzgitter und Einbeck sind auch die meisten Kitas geschlossen. Am Mittag (11.30 Uhr) erwartet Verdi rund 8000 streikende Angestellte zu einer Kundgebung in Hannover - Hauptredner soll dort Verdi-Chef Frank Bsirske sein.

Streik legt Niedersachsen lahm

In Südniedersachsen ist beispielsweise die Universitätsstadt Göttingen betroffen. Dort fallen sämtliche Buslinien aus. Das ist ganz besonders für Schüler ein Problem, da die meisten noch keinen Führerschein besitzen. Auch die Friedhofsverwaltungen sind nicht besetzt. Betroffen ist auch das Jobcenter, denn auch dort streiken die Mitarbeiter. Die Streikenden aus Göttingen fahren in die Landeshauptstadt Hannover, um sich dort zu einer großen Kundgebung zu treffen. Warum wird gestreikt? Verdi macht sich für die Mitarbeiter von Bund und Kommunen stark. Unter anderem werden sechs Prozent mehr Lohn gefordert.

In diesem Artikel von HNA.de* werden die Informationen zum Streik in Niedersachsen den ganzen Tag über aktualisiert.

Kundgebung in Hamburg

In Hamburg bildete am Morgen die Stadtreinigung den Warnstreik-Auftakt, wie deren Sprecher bestätigte. Ebenfalls zur Arbeitsniederlegung aufgerufen sind die Mitarbeiter in den städtischen Kitas, bei der Hafenaufsicht, in den Theatern, den Bücherhallen sowie bei den Bundesbehörden wie Zoll oder Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Verdi-Chef Bsirske wird auch in der Hansestadt bei einer Kundgebung erwartet.

Am Nord-Ostsee-Kanal ist seit dem Morgen die Schleuse in Brunsbüttel geschlossen. Das bestätigte die Verkehrszentrale der Deutschen Presse-Agentur. Der Kanal ist eine Wasserstraße des Bundes. Im Laufe des Tages wollten in Schleswig-Holstein auch Beschäftigte von Kitas, Stadtverwaltungen, Bauhöfen, Stadtwerken und anderen Einrichtungen dem Aufruf der Gewerkschaften zum Warnstreik folgen.

Die anhaltenden Warnstreiks zielen auf die voraussichtlich abschließende Tarifrunde für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Sie beginnt an diesem Sonntag in Potsdam und soll bis voraussichtlich Dienstag dauern. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn. Aus Sicht der Arbeitgeber sind die Forderungen zu hoch.

dpa/vf

* HNA.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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