Weltbank

Bis zu drei Milliarden US-Dollar für Ukraine

Washington - Die Weltbank plant, die angeschlagene Ukraine mit Finanzhilfen von bis zu drei Milliarden US-Dollar (2,16 Mrd Euro) zu unterstützen. Das teilte die Institution zur Entwicklungshilfe am Montag in Washington mit.

Der Vorstand muss das Geld aber erst noch freigegeben, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen der Weltbank. Es soll noch dieses Jahr in einzelne Projekte zur Entwicklung der ehemaligen Sowjetrepublik fließen.

„Wir sind verpflichtet, den Menschen der Ukraine in diesen schwierigen Zeiten zu helfen und hoffen sehr, dass sich die Lage in dem Land bald stabilisiert“, teilte Weltbank-Chef Jim Yong Kim mit. Die Regierung solle unterstützt werden, um drängende Reformen umzusetzen und die Wirtschaft auf einen „Weg in die Nachhaltigkeit“ zu leiten.

In einem laufenden Hilfsprogramm stützt die Weltbank die Ukraine bereits mit rund 3,7 Milliarden US-Dollar (2,67 Mrd Euro). Damit sollen unter anderem der öffentliche Dienst, die Wasserversorgung, Kanalisation, Stromversorgung und Straßen verbessert werden.

NATO entsendet Awacs

Zur Überwachung der Krise in der Ukraine entsendet die NATO unterdessen AWACS-Aufklärungsflugzeuge nach Polen und Rumänien. Dieser Schritt sei Teil der NATO-Bemühungen, "die Krise in der Ukraine zu beobachten", teilte ein Vertreter der Alllianz am Montag nach dem Beschluss des NATO-Rats mit. Die Aufklärungsflugzeuge starten demnach vom deutschen Geilenkirchen und vom britischen Waddington.

"Alle AWACS-Aufklärungsflüge werden allein über dem Gebiet der Allianz stattfinden", betonte der NATO-Vertreter. "Die Entscheidung ist eine angemessene und verantwortliche Handlung nach der Entscheidung der NATO, unsere laufende Bewertung der Folgen der Krise für die Sicherheit der Allianz zu intensivieren."

Die wichtigsten Akteure der Krim-Krise

Die wichtigsten Akteure der Krim-Krise

Die beiden NATO-Staaten Polen und Rumänien grenzen an die Ukraine. Besonders Polen hatte sich zuletzt besorgt über seine Sicherheit geäußert, nachdem sich Russland militärisch in den Konflikt in der Ukraine eingemischt und seine Truppenpräsenz auf der ukrainischen Halbinsel Krim trotz heftiger internationaler Kritik verstärkt hatte.

dpa/afp

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