„Gemeinsame Anstrengungen“

Weltflüchtlingstag: Gabriel fordert mehr Hilfe für Flüchtlinge

Die Herausforderungen der Flüchtlingskrise könne man nur gemeinsam meistern, sagt Außenminister Sigmar Gabriel. Auch die Fluchtursachen müssten bekämpft werden.

Berlin – Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat mehr internationales Engagement zur Bewältigung der weltweiten Flüchtlingskrise angemahnt. „Deutschland kann diese Herausforderungen nicht alleine meistern", erklärte Gabriel am Dienstag in Berlin anlässlich des Weltflüchtlingstages. Notwendig seien „gemeinsame internationale Anstrengungen und eine gerechtere Verantwortungsteilung, um das Leid von Flüchtlingen in der Welt zu lindern und langanhaltende Flüchtlingskrisen gar nicht erst entstehen zu lassen".

Gabriel wies darauf hin, dass Deutschland dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR im vergangenen Jahr aus dem Etat des Auswärtigen Amts rund 307 Millionen Euro zur Verfügung gestellt habe, mehr als je zuvor. Im Vordergrund habe dabei der notwendige Schutz für Flüchtlinge in Syrien und seinen Nachbarländern gestanden. Allein für diese Region seien die deutschen Zahlungen an das UNHCR um 48 Millionen Euro auf nun 148 Millionen Euro aufgestockt worden.

Zahl der Flüchtlinge hat einen neuen Höchststand erreicht

Um syrischen Flüchtlingen zumindest in Einzelfällen eine Perspektive zu bieten, hat das Auswärtige Amt zudem gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ein Stipendienprogramm für Studenten aus dem Bürgerkriegsland aufgelegt, wie Gabriel weiter erläuterte. Die Ausbildung weiterer Flüchtlinge unterstützt Deutschland demnach über die Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (Dafi).

Nach Angaben des UNHCR hat die Zahl der von Flucht und Vertreibung betroffenen Menschen einen neuen Höchststand erreicht: Ende 2016 waren weltweit insgesamt 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht, wie aus dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) hervorgeht. Flüchtlingsorganisationen forderten ein Ende der europäischen Abschottungspolitik gegen Flüchtlinge. 

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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