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Weltklimakonferenz: „Glasgow wird nicht Paris 2.0“ - Bundesumweltministerin dämpft Erwartungen

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Svenja Schulze, gestikulierend, engagiert
Die geschäftsführende Bundesumweltministerin Svenja Schulze sprecht von Langstreckenlauf bei G20-Gipfel. ©  Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-Bildfunk

Die Zeit drängt - aber kann die Weltklimakonferenz eine Richtungsänderung bringen? Nein, meint Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), und spricht von „Langstreckenlauf“.

Berlin/Glasgow - „Es wäre ein Fehler, von Weltklimakonferenzen die spontane Weltrettung zu erwarten - dafür ist die Herausforderung zu komplex“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) einen Tag vor Start der UN-Klimakonferenz. „Klimakonferenzen funktionieren nicht nach dem Prinzip Alles oder Nichts. Das ist ein Langstreckenlauf, bei dem jede Etappe ihre Bedeutung hat. Glasgow wird nicht Paris 2.0“, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Schulze, es müsse aber gelingen, das Regelwerk für das Klimaabkommen von Paris aus dem Jahr 2015 abzuschließen.

Vor Weltklimakonferenz: Schulze sieht Knackpunkt bei künftiger Zusammenarbeit

Einen Knackpunkt sieht Schulze bei Artikel 6 des Abkommens. Dieser werde „kompliziert zu lösen“ sein. Dabei geht es um die Zusammenarbeit beim Klimaschutz zwischen Staaten oder zwischen Unternehmen und Staaten. Dabei muss präzise geregelt werden, wer sich Minderungen beim Ausstoß von Treibhausgasen anrechnen darf, um Doppelbuchungen auszuschließen.

Boris Johnson zieht vor der UN-Klimakonferenz einen Fußballvergleich.

Vor Weltklimakonferenz: Rüge für Putin von russischem Umweltschützer

Der Gewinner des diesjährigen Alternativen Nobelpreises rügte das Fernbleiben des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei der Weltklimakonferenz. „Putin schickt ein Team von Regierungsmitarbeitern, die so tun werden, als wäre das eine Art Markt, um Gas zu verkaufen“, sagte der russische Umweltschützer Wladimir Sliwjak.

Der Staatschef will sich wegen der Corona-Pandemie nur online zur COP26 zuschalten. „Als einer der vier größten Umweltsünder in der Geschichte der Menschheit muss Russland mehr zur Reduzierung der Emissionen tun.“ (dpa)

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