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UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon.

Nur 7.000 Menschen mehr werden verteilt

Wenige Fortschritte bei der UN-Flüchtlingskonferenz

Genf - Bei der UN-Flüchtlingskonferenz in Genf hat die Staatengemeinschaft die Aufnahme von lediglich 7000 weiteren Syrern zugesagt.

Bis zum Mittwoch waren 178.000 Plätze zugesagt, nach der Konferenz waren es 185.000, wie das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Abend mitteilte. Damit bleibe das Ziel in weiter Ferne, mindestens 480.000 syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen binnen drei Jahren eine sichere Heimatstatt außerhalb der überlasteten Nachbarländer Syriens zu geben.

Er sei sich darüber klar gewesen, dass der Aufruf in einer "sehr schwierigen Zeit" und in einem "verstörenden Kontext" erfolgt sei, erklärte UNHCR-Chef Filippo Grandi.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte am Vormittag eindringlich um mehr Solidarität geworben. Angesichts der "größten Flüchtlings- und Vertriebenenkrise unserer Zeit" müsse die Hilfsbereitschaft der reicheren Staaten auch "exponentiell" steigen. 480.000 Syrer, also zehn Prozent der insgesamt 4,8 Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen, seien noch eine "relativ kleine Zahl". So habe alleine der kleine Libanon schon mehr als eine Million Syrer aufgenommen, die Türkei mehr als 2,7 Millionen und Jordanien mehr als 600.000.

Bei der Konferenz unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen berieten ranghohe Vertreter von 90 Staaten über eine gerechtere Verteilung der syrischen Flüchtlinge. Nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam fand bislang nur ein Bruchteil der Flüchtlinge aus Syrien Zuflucht in reichen Ländern. Seit 2013 waren es demnach 67.100 - das sind lediglich 1,39 Prozent der insgesamt 4,8 Millionen Flüchtlinge.

AFP

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