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Wenige Tage vor Winterzeit: Litauen fordert Lösung der EU zum Ende des «schädlichen Zeitumstellungsregimes»

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Beginn der Winterzeit: eine große Uhr, die umgestellt wird
In wenigen Tagen werden die Uhren um eine Stunde zurück, auf die Winterzeit, gedreht © Steve Parsons / dpa

Wenige Tage von der neuerlichen Zeitstellung hat der litauische Verkehrsminister Marius Skuodis die EU dazu aufgerufen, eine Lösung für das vieldiskutierte Thema zu finden.

Vilnius - «Ich halte es für unerlässlich, politische Verantwortung zu übernehmen und dieses Frage endlich durch gemeinsame EU-Entscheidung zu lösen», schrieb Skuodis in einem Brief an mehrere EU-Institutionen. Dem «veralteten, ineffektiven und schädlichen Zeitumstellungsregime» müsse ein Ende gesetzt werden, fordert er einer Mitteilung vom Mittwoch zufolge. Es sei äußerst enttäuschend, dass die EU nach mehrjährigen Diskussionen keine Einigung über einen so einfachen Vorschlag erzielen könne.

In der EU sollte das Zeigerdrehen schon längst Geschichte sein. 2018 hatte der damalige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker verkündet: «Die Zeitumstellung gehört abgeschafft.» Erst war das Ende für 2019 geplant, dann für 2021. Ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wollen, haben die 27 EU-Mitgliedstaaten bislang aber noch nicht geklärt. Deshalb wird an diesem Sonntag (31. Oktober) die Uhr um drei Uhr morgens auf zwei Uhr zurückgestellt.

Der Regierung in Vilnius hat nach Angaben von Skuodis bereits eine öffentliche Befragung und Konsultationen zur Zeitumstellung in Litauen abgehalten. Daraus sei deutlich geworden, dass die Festlegung einer Standardzeit keine negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft habe. Voraussetzung dafür sei, dass der Zeitverschiebung zu westeuropäischen Ländern nicht mehr als zwei Stunden beträgt und das Ende der Zeitumstellung klar festgelegt wird. Litauen ist - wie Finnland und die anderen beiden Baltenstaaten Estland und Lettland sowie auch Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Zypern - Mitteleuropa eine Stunde voraus. Es gilt dort die Osteuropäische Zeit (OEZ) statt MEZ (Mitteleuropäische Zeit). (dpa)

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