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Fast ein Jahr ist der Terroranschlag in Berlin her.

Sensationelle Befunde

Morde und Anschläge: Diese Studie überrascht viele Deutsche

Zahlreiche Deutsche schätzen einer Umfrage zufolge sicherheits- und gesundheitsbezogene Entwicklungen viel zu negativ ein. Überraschende Zahlen gibt es bei der Opeferzahl von Anschlägen.

Wie aus einer am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten Untersuchung des Forschungsinstituts Ipsos hervorgeht, gehen große Teile der Befragten unter anderem von einem Anstieg der Mordrate und der Zahl der Anschlagstoten in jüngerer Vergangenheit aus. Tatsächlich gingen beide in den vergangenen Jahren zurück.

Den Angaben zufolge glaubt etwa ein Drittel der Deutschen (32 Prozent), dass im Vergleich zum Jahr 2000 mehr Menschen ermordet werden. Faktisch gab es demnach aber 33 Prozent weniger Morde. Nur 14 Prozent der Befragten schätzten den Trend richtig ein.

Fast die Hälfte der Deutschen (44 Prozent) vermutete, dass es seit den schweren Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA in Deutschland mehr Tote durch Anschläge gab als zwischen 1985 und 2000. Laut Ipsos waren es jedoch deutlich weniger. Während es von 1985 bis 2000 insgesamt 51 Anschlagstote gab, waren es zwischen 2002 und 2016 nur 31. Acht Prozent der Deutschen mutmaßten das korrekt.

Internsationale Befragung: 29.000 Menschen in 38 Staaten

Viel zu pessimistisch schätzen die Menschen hierzulande auch die Situation bei gesundheitlichen oder gesellschaftlichen Problemen ein. So vermuten Umfrageteilnehmer durchschnittlich, dass etwa jeder Dritte erwachsene Deutsche an Diabetes leidet. Statt der gemutmaßten 31 Prozent sind aber nur sieben Prozent erkrankt.

Weit überschätzt wird auch die Zahl der schwangeren Teenager. Während die Deutschen davon ausgehen, dass 16 Prozent aller Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren bereits ein Kind zur Welt bringen, sind es tatsächlich lediglich 0,6 Prozent pro Jahr.

Die Ergebnisse stammen aus einer großangelegten internationalen Studie, für die die Markt- und Meinungsforscher von Ipsos im September und Oktober insgesamt rund 29.000 Menschen in 38 Staaten befragten. In Deutschland waren es dabei etwa 2000, die sich an der Umfrage zum Thema "Wahrnehmungsfallen" beteiligten.

afp

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