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Martin Prem.

Kommentar

Weniger Verkehrstote: Die Herausforderung bleibt

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Die Zahl der Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Dies liegt vor allem an der verbesserten Technik. Doch die Entwicklung muss weiter voranschreiten. Ein Kommentar.

Die schlechte Nachricht: Noch nie gab es so viele Unfälle wie 2016. Die gute: Noch nie – seit ab 1953 die Zahlen erfasst werden – starben so wenige Menschen im Straßenverkehr: Es waren 7,3 Prozent weniger als 2015. Nach zwei Jahren, in denen steigende Unfallopfer-Zahlen zu verzeichnen waren, setzte sich der langjährige Trend wieder durch. 21 332 Unfalltote wurden 1970 gezählt. 2016 waren es noch 3206. Der Rückgang ist eindrucksvoll.

Die Fahrzeugsicherheit spielt eine entscheidende Rolle. Sicherheits- und Assistenzsysteme, aber auch der verbesserte Aufprallschutz – von dem vor allem Fußgänger profitieren – trugen zu der sinkenden Zahl bei. Dazu kommt ein verändertes Verhalten: Unfälle unter Alkoholeinfluss sind seit 1991 um fast drei Viertel zurückgegangen. Auch Raserei (amtlich: nicht angepasste Geschwindigkeit) ist bei immer weniger Unfällen die Ursache. Die Zahl der Unfälle, in denen sie die Hauptrolle spielt, ist um 62,7 Prozent zurückgegangen. Sowohl verbesserte Technik als auch das Verhalten von Autofahrern haben zur Verbesserung beigetragen.

Dennoch: Jeder der immer noch 3206 Unfalltoten im Jahr 2016 bleibt eine Herausforderung für Autofahrer und Verkehrsplaner: Vor allem für Fußgänger und Zweiradfahrer, die häufig unter die Räder von Autos kommen, bleibt viel zu tun. Neue Fahrerassistenzsysteme bis hin zum autonomen Fahren haben das Potenzial, die Zahl der Verkehrstoten auch in Zukunft zurückgehen zu lassen.

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