Von der Brücke über den New River geht es für die "Basejumper" fast 300 Meter in die Tiefe.
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Die Appalachen ziehen sich über das gesamte Gebiet West-Virginias.

US-Bundesstaat in den Appalachen

US-Bundesstaat West Virginia: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

West Virginia ist vielen durch den Song „Take me home, Country Roads“ bekannt. Der Bundesstaat im Osten der USA gehört zu den ärmeren Regionen.

  • West Virginia trägt aufgrund seiner bergigen Landschaft auch die Bezeichnung „The Mountain State“ (Bergstaat).
  • Die Bergbauregion weist ein vergleichsweise niedriges Bruttoinlandsprodukt pro Kopf auf.
  • Bei den Wahlen siegen regelmäßig die Kandidaten der Republikanischen Partei.

Richmond – Am 17. April 1861 stimmte die Sonderversammlung „Virginia Secession Convention von 1861“ über die Abspaltung der Region von Virginia ab. Es sollte jedoch noch weiteres politisches Tauziehen folgen, bis schließlich der eigene Bundesstaat West Virginia entstand. Heute ist es vor allem für seine vielen gesellschaftlichen Probleme bekannt: Der Anteil armer Bürger liegt weit über dem US-amerikanischen Durchschnitt und die Region gilt als rückständig. Trotz der reichen Vorkommen an Steinkohle und Holz ist es West Virginia bislang nicht geglückt, sich dem wirtschaftlichen Aufschwung der Vereinigten Staaten von Amerika anzuschließen.

West Virginia – Gründung

Die Gründung von West Virginia verlief etwas anders als bei allen anderen Bundesstaaten: Eigentlich gehörte es einst zum Mutterstaat Virginia, spaltete sich im Zuge des Sezessionskriegs (von 1861 bis 1865) dann aber aufgrund politischer Differenzen ab. Die Bevölkerung der Gebirgsregion war schon seit der ersten Besiedlung eher von Kleinbauern geprägt. Die Ebenen Virginias bevölkerten dagegen Plantagenbesitzer, die einen Großteil der politischen Ämter besetzten.

West Virginia und seine Geschichte

Im Jahr 1870 wurde West Virginia als eigener, anerkannter Bundesstaat in die Union aufgenommen. Die überwiegend ländliche Region erhielt schließlich Ende des 19. Jahrhunderts eine Anbindung an das Eisenbahnnetz. Der Verkehrsweg nutzte der Bevölkerung aber nur in geringem Maße: Von der daraufhin folgenden Rodung der Wälder profitierten letztlich vor allem die großen Unternehmen. Armut unter den Bewohnern West Virginias führte immer wieder zu Arbeitskämpfen.

Geografie von West Virginia

West Virginia grenzt an folgende Regionen:

  • im Südosten und Süden an Virginia
  • im Nordwesten an Ohio
  • im Nordosten an Pennsylvania und Maryland

Der US-Bundesstaat besteht überwiegend aus Gebirgslandschaften: Die Appalachen ziehen sich über das gesamte Gebiet und erheben sich am Spruce Knob bis auf 1.482 Meter.

Die größten Städte in West Virginia

Hauptstadt von West Virginia ist Charleston. Die Siedlung entstand ursprünglich aufgrund der zahlreichen Bodenschätze und Rohstoffe, die sich in der Umgebung fanden. Mit geschätzten 46.500 Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt. Weitere große Städte sind Huntington, Morgantown, Parkersburg und Wheeling.

Die Bevölkerung von West Virginia

Die letzte Volkszählung im Jahr 2010 ergab eine Einwohnerzahl von 1.852.994. Seitdem hat die Bevölkerung leicht abgenommen – West Virginia hat heute nach Schätzungen rund 1.792.147 Bewohner. Den größte Anteil daran nehmen Weiße ein, die zu rund 19 Prozent von deutschen Einwanderern abstammen. Diese leben überwiegend in den nordöstlich gelegenen Countys. Schwarze US-Amerikaner machen nur rund drei Prozent der Einwohner des Bundesstaates aus.

West Virginia – Wirtschaft und Industriezweige

Die Wirtschaft von West Virginia basiert neben dem Bergbau auf Tourismus. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf rangiert der Bundesstaat stets auf den unteren Plätzen. Obwohl die Arbeitslosenquote im USA-weiten Vergleich relativ niedrig ausfällt, steht den Bewohnern insgesamt deutlich weniger Geld zur Verfügung.

Wahlen in West Virginia

Die vergangenen vier Wahlen der Jahre 2004, 2008, 2012 und 2016 konnten die Kandidaten der Republikanischen Partei für sich entscheiden. Daher zählt West Virginia mittlerweile zu den „roten“ Bundesstaaten. Ob Donald Trump als Sieger aus der kommenden Wahl hervorgehen wird, ist noch nicht eindeutig. Die Prognose deutet mit rund 67 Prozent der Wählerstimmen jedoch darauf hin, dass Trump seinem politischen Gegner Joe Biden einiges an Popularität voraushat.

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