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Guido Westerwelle ist dagegen, Waffen an Syrien zu liefern.

G8-Außenminister beraten sich

Westerwelle: Keine Waffen nach Syrien liefern

London - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat sich beim Treffen der G8-Außenminister in London gegen eine Bewaffnung der syrischen Opposition durch den Westen ausgesprochen.

„Dass weniger Menschen sterben, wenn mehr Waffen nach Syrien geliefert werden, das ist alles andere als ausgemacht“, sagte Westerwelle am Donnerstag in London. Die Außenminister der acht wichtigsten Industrienationen setzten ihre am Mittwoch begonnenen Gespräche in London fort.

Zuletzt hatten Großbritannien und Frankreich auf EU-Ebene für eine Aufhebung des Waffenembargos gegen Syrien plädiert, um die Bewaffnung der Opposition zu ermöglichen. Das Embargo läuft Ende Mai aus. Sollte es vorher keine Einigung geben, wird es nicht erneuert. Auf G8-Ebene blockiert vor allem Russland das Vorankommen. „Ich rechne bei dem G8-Treffen nicht mit einem Durchbruch oder einer völligen Übereinstimmung - das ist ausdrücklich nicht zu erwarten“, sagte Westerwelle.

Nur eine politische Lösung könne eine gute Lösung für Syrien sein, betonte er. „Ich bin bei dem Thema direkte Waffenlieferungen nach Syrien deshalb zurückhaltend, weil ich bislang noch nicht sehe, wie verhindert werden kann, dass diese Waffen in die falschen, nämlich in radikale Hände gelangen können“, erklärte der Bundesaußenminister.

Westerwelle nannte es „ein Kernanliegen Deutschlands“, die gemäßigten Kräfte der Opposition in Syrien zu stärken, um den Wiederaufbau des Landes voranzutreiben und die Grundversorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser, Nahrung und Medizin zu gewährleisten.

dpa

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