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Guido Westerwelle bei einer Wahlkampfveranstaltung.

Bundestagswahl: Schwarz-Gelb knapp vorne

Westerwelle lehnt Ampel-Koalition ab

Berlin - Drei Wochen vor der Bundestagswahl liegt Schwarz-Gelb in einer neuen Umfrage knapp vorne. Der Ex-FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle will nach wie vor nur mit der Union koalieren.

Außenminister Guido Westerwelle hat erneut eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl ausgeschlossen. „Die Alternative wird ganz einfach sein: Entweder Union und FDP sitzen zusammen in der Regierung, oder Union und FDP sitzen zusammen in der Opposition“, sagte der frühere FDP-Vorsitzende der „Welt am Sonntag“.

Er sei ein Anhänger christlich-liberaler Koalitionen. „Ich habe diese Koalition mitbegründet. Sie ist erfolgreich wie keine andere Koalition seit der deutschen Einheit. Ich werbe für ihre Fortsetzung, denn die Alternative ist eine Regierung aus SPD, Grünen und Linkspartei.“

Umfrage: Knappe Mehrheit für Schwarz-Gelb

Die Union verliert im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich im Auftrag von "Bild am Sonntag" erhebt, einen Prozentpunkt auf 39 Prozent. Die FDP legt einen Prozentpunkt auf sechs Prozent zu.

Die SPD verliert zwei Punkte auf 23 Prozent, die Grünen büßen einen Punkt ein und erreichen elf Prozent. Die Partei Die Linke verbessert sich um zwei Punkte auf zehn Prozent. Mit zusammen 45 Prozent liegen Union und FDP damit hauchdünn vor der Opposition, auf die 44 Prozent entfallen.

Die Piratenpartei und die Alternative für Deutschland liegen jeweils unverändert bei drei Prozent. Die übrigen Parteien gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und kommen nun auf fünf Prozent.

Emnid befragte zwischen dem 22. und dem 28. August 1851 repräsentativ ausgewählte Wahlbürger. Eine weitere repräsentative Emnid-Umfrage vom 29. August ergab, dass 66 Prozent der Befragten keine Partei wählen würden, die einen Militärangriff der USA und anderer NATO-Staaten gegen Syrien begrüßt. Nur 26 Prozent würden ihr Kreuz bei den Kriegsbefürwortern machen.

Die schwarz-gelbe Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich zwar für Konsequenzen nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz bei Damaskus vom 21. August aus. Eine eindeutige Aussage zu einem militärischen Vorgehen gegen Syrien vermied sie jedoch bisher. Der in den Umfragen zurückliegende SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück warnte vor einem Militäreinsatz, ebenso die Linkspartei.

afp/dpa

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