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Angriff aus dem Cyberspace: Hacker haben das deutsche Regierungsnetz infiltriert.

Wichtige Fragen und Antworten

Angriff auf Berliner Regierungsnetz - welche Macht haben die Hacker?

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Der erfolgreiche Hackerangriff auf das deutsche Regierungsnetz hat nicht nur die Politik aufgerüttelt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen, sie sich nun stellen.

München - Der groß angelegte Hacker­angriff auf die Bundesregierung dauert offenbar weiter an. Das sagte Armin Schuster (CDU), Vorsitzender des Geheimdienst-Kontrollgremiums des Bundestages (PKGr), am Donnerstag nach einer zweistündigen Unterrichtung des Gremiums. Die Abgeordneten hatten mit Empörung darauf reagiert, dass sie durch die Deutsche Presseagentur von der Attacke erfahren haben. Von dem „IT-Sicherheitsvorfall“ - so nennt das Innenministerium den Anschlag - waren demnach das Auswärtige Amt und, wohl in geringerem Maße, das Verteidigungsministerium betroffen. Mittlerweile habe man das Datennetzwerk wieder unter Kontrolle, der Angriff sei isoliert worden. Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zur Macht der Hacker.

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Ist das Sicherheitsnetz des Bundes leicht zu überlisten?

Das Datennetz der Bundesverwaltung (Informationsverbund Berlin-Bonn IVBB) gilt als vergleichsweise sicher; es ist durch Filter, Firewalls und andere Maßnahmen gegen Schadstoffsoftware geschützt. Laut Cyberexperte Sandro Gaycken von der FU Berlin sei es für Hacker aber „kein Problem, da reinzukommen“. In den „ARD-Tagesthemen“ sagte Gaycken, streng geheime Daten dürften nicht auf Rechnern gespeichert sein, die am Internet hängen.

Welche Daten konnten die Hacker erbeuten?

Es sei kein breiter Datenstrom abgeflossen, heißt es. Der CDU-Politiker Patrick Sensburg spricht von zielgerichten Vorstößen - sogenannten Target Attacks - auf bestimmte Dokumente. Die im IVBB ausgetauschten Daten sind sensibel und dürften ausländische Regierung stark interessieren, etwa die Pläne der Bundesregierung zum weiteren Vorgehen in der Ukraine-Krise. Offen ist, was die Hacker genau erbeuten konnten. Laut dpa sollen Daten kopiert worden sein.

Wer steckt hinter dem  Cyberangriff?

Etliche Indizien sprechen dafür, dass die berüchtigte Gruppe „APT28“ am Werk war. Dazu gehört die technische Infrastruktur der Server, mit denen die Attacke koordiniert wurde. Experten sind sich jedoch uneins, welcher Geheimdienst genau dahinter steckt. Die Beteiligung russischer Behörden gilt als sicher.

Wie sind die Cyberkriminellen vorgegangen?

Die Hacker haben Schadsoftware eingeschleust. Sicherheitsexperte Benjamin Read von der US-Sicherheitsfirma FireEye berichtet auf Zeit Online, dass „APT 28“ seit einigen Monaten gezielt Außen- und Verteidigungsministerien in der Europäischen Union angreift und versucht, sich Zugang zu geschützten Systemen zu verschaffen“.

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Wie reagiert die Bundesregierung auf die Nachricht?

Ole Schröder (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, erklärte, die Sicherheitsbehörden hätten die Cyberattacke von Anfang an unter Kontrolle gehabt. Nach anderen Informationen wurde der Angriff im Dezember erkannt, da könnte er schon ein ganzes Jahr gelaufen sein.

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Was steht über Cybersicherheit im GroKo-Vertrag?

Nicht genug, wie Experten meinen. Sandro Gaycken plädiert für mehr Investitionen des Bundes in eine „Offensive“.

Warum schlagen die deutschen Sicherheitsbehörden nicht zurück („Hack Back“)?

Sie würden sich nach geltendem Recht strafbar machen. Die Bundesregierung will aber eine Grundlage dafür schaffen, bei Internet-Angriffen aktiv zurückschlagen zu können. Etliche Experten warnen jedoch vor „Hack Backs“: Sie würden zu einer Eskalation führen und Angriffe auf kritische Infrastruktur wie etwa Elektrizitäts- oder Wasserwerke nicht verhindern.

BW

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