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Israels Ministerpräsident Netanjahu inspiziert das frisch eingetroffene U-Boot.

Umstrittene Lieferungen

Wieder deutsches U-Boot an Israel verkauft

Tel Aviv - Als eine "klare Botschaft" an seine Feinde feierte der israelische Ministerpräsident die Ankunft des vierten deutsche U-Boots in Haifa.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Erhalt eines weiteren U-Boots aus deutscher Produktion als „klare Botschaft an unsere Feinde“ bezeichnet. Israel sei „entschlossen, sich jeder Bedrohung, jeder Herausforderung überall zu stellen“, sagte Netanjahu am Dienstag bei einer Zeremonie am Hafen von Haifa, wo das mittlerweile vierte U-Boot aus Deutschland einlief.

Die Lieferung von U-Booten nach Israel ist in Deutschland umstritten, weil nach Meinung von Experten eine Nachrüstung mit Atomwaffen möglich ist. Damit gelten die U-Boote als wichtiger Teil der israelischen Abschreckung gegenüber dem Iran, durch den sich Israel existenziell bedroht sieht.

Das U-Boot der Dolphin-Klasse mit Namen „Tanin“ („Krokodil“) wurde in Haifa mit einer militärischen Zeremonie im Empfang genommen. Die von ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel übergebene „Tanin“ ist das größte je in Deutschland gebaute U-Boot. Es soll mehr als eine Milliarde Euro kosten. Ein Drittel davon übernimmt die Bundesregierung. In Kiel war das U-Boot noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit übergeben worden.

Bislang hatte die israelische Marine drei U-Boote aus deutscher Produktion im Einsatz, die schon in den Jahren 1999 und 2000 geliefert wurden. Insgesamt hat die Bundesregierung Israel sechs U-Boote versprochen.

dpa

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