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Ilse Aigner

Aigner lädt zum Kongress

CSU will mehr integrieren – sogar die SPD

Garching – In der heißen Wahlkampfphase legt die CSU Oberbayern überraschend einen Schwerpunkt auf Integrationspolitik. Für Samstag lädt die Bezirksvorsitzende Ilse Aigner zu einem Integrationskongress nach Garching

Oberbayern sei der Regierungsbezirk mit dem größten Zuwandereranteil, sagte Ilse Aigner. Die Bevölkerungszahl werde weiter wachsen. Geplant sind der Auftritt einer russischen Tanzgruppe und eine Rede des ungarischstämmigen Musikproduzenten Leslie Mandoki über das „Traumland Oberbayern“. Bei einer Podiumsdiskussion ist zudem Vural Ünlu, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Bayern, Gast der CSU. Oberbayern brauche den „weiteren Aufbau einer Willkommenskultur“, heißt es in einem Grundsatzpapier des Verbands. Mehr Menschen mit Migrationshintergrund müssten Lehrer, Erzieher oder Polizeibeamte werden können. Zuwanderer müssten sich aber auch „aktiv um ihre Integration bemühen“. Man erwarte von ihnen „Achtung und Respekt vor der gelebten Kultur und Tradition unserer Heimat“. Jeder Zuwanderer müsse vom ersten Tag an Deutsch lernen.

Pikant: Als erster Autor ist im Papier, Stand Juli, Mahmoud Al-Khatib genannt, der früher in der Integrations-Arbeitsgruppe der CSU aktiv war, ehe er sich der SPD anschloss, vorübergehend sogar im Ude-Kompetenzteam war und gegen Seehofer für den Landtag kandidieren wollte.

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Die FDP reagiert mit Spott. Das sei „ein Placebo-Papier aus der Feder von Drückebergern“, sagt der Landtagsabgeordnete Tobias Thalhammer. „Die Themen, die weh tun, wie Kommunalwahlrecht für Ausländer oder doppelte Staatsbürgerschaft, wurden bewusst ausgeklammert.“

cd

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