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SPD-Spitzenkandidat Christian Ude hat beim Dreikönigstreffen seiner Partei in München für seine Wahlziele geworben und eine neue Bildungspolitik gefordert.

Dreikönigstreffen der SPD

Ude will neue Bildungspolitik

München - SPD-Spitzenkandidat Christian Ude hat beim Dreikönigstreffen seiner Partei in München für seine Wahlziele geworben und eine neue Bildungspolitik gefordert.

„Eltern und Kinder sollen die Wahl haben, ob sie nach acht oder neun Jahren am Gymnasium ihr Abitur machen“, sagte er am Sonntag. Im Falle eines Sieges bei der Landtagswahl werde er die Studiengebühren abschaffen. „Sie waren von jeher der Versuch von Schwarz-Gelb, die Bildungskosten zu reprivatisieren“, kritisierte Ude. Diesen Fehler wolle er korrigieren.

Weitere Themen, mit denen die Sozialdemokraten Stimmen für die Landtagswahl im September sammeln wollen, sind laut Ude der Ausbau der Kinderbetreuung und die Regulierung der Finanzmärkte.

Auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bekräftigte sein Ziel, die Studiengebühren abzuschaffen. Dies sei für die Gerechtigkeit in der Gesellschaft wichtig, sagte er am Samstag beim Neujahrsempfang der CSU Kempten. „Ich hoffe, dass wir unseren Koalitionspartner davon überzeugen. Wenn nicht, wird es die Bevölkerung entscheiden.“ Am 17. Januar beginnt ein Volksbegehren, das zu einem Volksentscheid führt, wenn sich mehr als zehn Prozent der Wahlberechtigten in Unterschriftenlisten eintragen.

Seehofer verteidigte die Mehrgliedrigkeit des Schulsystems. Realschule und Mittelschule dienten der individuellen Förderung, betonte er: „Wir müssen immer schauen, dass wir die jungen Menschen so fördern, wie ihnen der Herrgott Talente mitgegeben hat. Wir sind nicht gleich. Und der Mensch beginnt nicht erst beim Akademiker.“ Handwerkliche Bildung sei ein wertvoller Schatz für die Gesellschaft. „Wir brauchen auch noch Menschen, die wissen, wie es geht.“

dpa

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