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Beate Zschäpe vor Gericht in München. Ein Brief, den die Hauptangeklagte an einen Dortmunder Neonazi schrieb, soll in die Verhandlung einbezogen werden, fordern die Nebenkläger.

"Kann Persönlichkeit der Angeklagten aufhellen"

Wirbel um Zschäpe-Brief an Dortmunder Neonazi

München - Die Nebenkläger im Münchner NSU-Prozess verlangen, einen Brief der Hauptangeklagten Beate Zschäpe an einen Dortmunder Neonazi in das Verfahren einzuführen.

„Es ist an der Tagesordnung, dass beschlagnahmte Briefe von Häftlingen verlesen werden. So ein Brief kann die Persönlichkeit der Angeklagten aufhellen“, sagte Rechtsanwalt Jens Rabe der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). Die Münchner Anwältin Angelika Lex regte an, Zschäpes rechtsextremen Brieffreund als Zeugen zu laden.

Der lange, handschriftliche Brief war bei der Kontrolle von Zschäpes Post nicht beanstandet worden, sondern erst in der Zelle des Neonazis in der Justizvollzugsanstalt Bielefeld entdeckt worden. Dort verbüßt der Mann zurzeit eine mehrjährige Haftstrafe wegen räuberischer Erpressung. In dem Brief, der auch der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt, schreibt Zschäpe unter anderem über ihren Alltag in der Haft, ihre Vorführung beim Haftrichter des Bundesgerichtshofes (BGH) und ihre Sorge, bereits vorverurteilt zu sein. Vor Gericht hat die 38-Jährige bislang jede Aussage verweigert.

dpa

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