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Martin Schulz.

Er wählte Merkel zur Kanzlerin

Das wird Ex-SPD-Chef Schulz künftig machen - und so reagiert er auf sein Los

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Von 100 Prozent Zustimmung fiel Martin Schulz in der Gunst der Genossen zuletzt tief. In seiner künftigen Tätigkeit könnte der SPD-Mann aber weiterhin Einfluss haben.

Berlin - Die SPD ließ ihn hoch leben und nur ein Jahr später wieder fallen. Der zurückgetretene SPD-Vorsitzende Martin Schulz will aber nun weiter dem Bundestag angehören und damit sein im vergangenen Herbst erhaltenes Bundestagsmandat behalten, erfuhren die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zuerst aus dem Umfeld des SPD-Politikers. Am Mittwoch wählte er dann Angela Merkel im Bundestag tatsächlich zur Kanzlerin. Im Plenarsaal saß Schulz in der dritten SPD-Sitzreihe.

Schulz will seine Arbeit als Abgeordneter aufnehmen. Sein Abgeordnetenbüro im Paul-Löbe-Haus habe er bereits bezogen. Unklar ist noch, in welchem Ausschuss der frühere EU-Parlamentspräsident mitwirken werde.

Laut Bild sagte er: „So ist das nun mal in der Politik...Immerhin kann ich für mich in Anspruch nehmen, den Koalitionsvertrag maßgeblich mitverhandelt zu haben. Deshalb habe ich jetzt auch kein Problem, Angela Merkel meine Stimme zu geben ...“

Maas statt Schulz bald Außenminister

Schulz war über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag eingezogen, einen Wahlkreis vertritt er nicht. Nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der Union Anfang Februar hatte der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat seinen Rücktritt vom Parteivorsitz angekündigt und zugleich das Außenministerium für sich reklamiert.

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Unter innerparteilichem Druck verzichtete Schulz kurze Zeit später aber auch auf das Amt des Chefdiplomaten und zog sich aus der ersten politischen Reihe zurück. Zum Verhängnis wurde ihm dabei sein Versprechen nach der Bundestagswahl, nicht in eine Regierung von Merkel einzutreten. Außenminister wird statt seiner nun Heiko Maas.

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Video: Der tiefe Fall von Martin Schulz

afp

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