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Adelheit Rupp kann den Rauswurf nicht nachvollziehen.

SPD wirft Rupp aus Untersuchungsausschuss

München - Wie der Münchner Merkur in seiner Montagsausgabe berichtet, zieht die Landtags-SPD nach einem erneuten heftigen Krach ihre Landesbank-Expertin Adelheid Rupp ab.

Nach Informationen des Münchner Merkur (Montagsausgabe) hat der SPD-Fraktionsvorstand einstimmig beschlossen, die Münchnerin nicht in den Untersuchungsausschuss zu senden, der nächstes Jahr eingerichtet wird.

Rupp sollte in dem brisanten Ausschuss eigentlich den Vize-Vorsitz übernehmen. Rupp und Fraktionschef Markus Rinderspacher bestätigten den Vorgang. Hintergrund ist ein interner Streit über eine Strafanzeige von SPD und Freien Wählern gegen Vorstand und Verwaltungsräte des Landesbank.

Die SPD-Abgeordnete Inge Aures hatte diese Anzeige auch im Namen der Fraktion formuliert. Rupp wurde vorab jedoch nicht informiert. Sie hat juristische Bedenken und distanzierte sich öffentlich von der Anzeige. Das stößt der Fraktion sauer auf.

Hartes Durchgreifen der Fraktionsspitze

Etliche Abgeordnete rügten Rupp in einer Fraktionssitzung vergangenen Woche, berichtet der Merkur. Schon einmal, vor dem Maget-Rückzug an der Fraktionsspitze, war sie für öffentliche Kritik mit Posten-Entzug abgestraft worden. Nun greift die Fraktionsspitze erneut hart durch.

Rupp äußert sich enttäuscht. Sie nennt die Entscheidung gegenüber der Zeitung „nicht nachvollziehbar. Es ging bei der Anzeige um eine fachliche Frage, in der ich eine andere Meinung habe. Die SPD ist eine demokratische Partei, da muss genau das möglich sein.“ Rinderspacher will hart bleiben. Er sagte der Zeitung, Rupp "kann in dieser Mannschaftskonstellation nicht mehr mitwirken". Sie habe mit ihren Äußerungen "ein übles Foulspiel gegen Mitspieler" begangen.

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