+
Flüchtlinge bei der Überquerung der deutsch-österreichischen Grenze zwischen Salzburg und Freilassing. Foto: Armin Weigel

Wirtschaftsflügel der Union: Kaum Job-Chancen für Flüchtlinge

Berlin (dpa) - Der Wirtschaftsflügel der Union hat vor Problemen bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gewarnt.

"Es ist verständlich, wenn die Bundeskanzlerin in diesen Tagen Optimismus verbreitet", schreibt der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union, Carsten Linnemann (CDU), in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" . "Dabei ist aber wichtig, dass wir realistisch bleiben und Schwierigkeiten nicht schönreden." Die unbequeme Wahrheit laute, dass es schwierig werde, Flüchtlinge in Jobs zu bringen.

"Die Mehrheit der Flüchtlinge, die zu uns kommen, hat kurz- bis mittelfristig keine Chance, auf unserem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen", so Linnemann. Der CDU-Wirtschaftsexperte glaubt, dass nur ein kleiner Prozentsatz sich relativ zügig integrieren lasse und dabei auch die eine oder andere Fachkraftstelle ausfüllen könne. Die "überragende Mehrheit wird sehr lange bis dauerhaft auf die Hilfe des Staates angewiesen sein", schreibt Linnemann.

"Das Fachkräfteproblem lässt sich nicht über das Asylrecht lösen", ergänzte er. Es sei nötig, diese Probleme offen anzusprechen, um sie lösen zu können. "Nur dann können wir es auch wirklich schaffen."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jüngstes Opfer des Anschlags: Schule zollt Saffie Rose Tribut
Schon wieder hat ein Selbstmordanschlag die Welt erschüttert: Am Montag riss ein Attentäter 22 Menschen in den Tod, darunter viele Kinder - das jüngste Opfer wurde nur 8 …
Jüngstes Opfer des Anschlags: Schule zollt Saffie Rose Tribut
Tumulte in Brasilia: Ministerium angezündet, Präsident ruft Militär
Dramatische Szenen in Brasilia: Ministerien müssen evakuiert werden, Demonstranten fordern zornig „Temer raus“. Der unter Korruptionsverdacht stehende Präsident …
Tumulte in Brasilia: Ministerium angezündet, Präsident ruft Militär
Brasiliens Präsident ordnet Militäreinsatz an
Dramatische Szenen in Brasilia: Ministerien müssen evakuiert werden, Demonstranten fordern zornig "Temer raus". Der unter Korruptionsverdacht stehende Präsident …
Brasiliens Präsident ordnet Militäreinsatz an
Mindestens 34 Tote bei erneutem Flüchtlingsdrama vor Libyens Küste
Bei einem erneuten Flüchtlingsdrama vor der Küste Libyens sind am Mittwoch mindestens 34 Menschen ertrunken. Unter ihnen sind zehn Kinder und Kleinkinder.
Mindestens 34 Tote bei erneutem Flüchtlingsdrama vor Libyens Küste

Kommentare