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Der Wirtschaftsflügel der Union glaubt nicht, dass die Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt problemlos eingebaut werden können.

Wirtschaftsflügel äußert Bedenken

Teile der Union zweifeln an Job-Chancen für Flüchtlinge

Berlin - Dieter Zetsche, Chef von Daimler, ist sich sicher, dass die Flüchtlinge den Arbeitsmarkt bereichern werden. Der Wirtschaftsflügel der Union bezweifelt das und warnt vor Problemen.

Der Wirtschaftsflügel der Union hat vor Problemen bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gewarnt. „Es ist verständlich, wenn die Bundeskanzlerin in diesen Tagen Optimismus verbreitet“, schreibt der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union, Carsten Linnemann (CDU), in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ (Donnerstag). „Dabei ist aber wichtig, dass wir realistisch bleiben und Schwierigkeiten nicht schönreden.“ Die unbequeme Wahrheit laute, dass es schwierig werde, Flüchtlinge in Jobs zu bringen.

„Die Mehrheit der Flüchtlinge, die zu uns kommen, hat kurz- bis mittelfristig keine Chance, auf unserem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, so Linnemann. Der CDU-Wirtschaftsexperte glaubt, dass nur ein kleiner Prozentsatz sich relativ zügig integrieren lasse und dabei auch die eine oder andere Fachkraftstelle ausfüllen könne. Die „überragende Mehrheit wird sehr lange bis dauerhaft auf die Hilfe des Staates angewiesen sein“, schreibt Linnemann.

„Das Fachkräfteproblem lässt sich nicht über das Asylrecht lösen“, ergänzte er. Es sei nötig, diese Probleme offen anzusprechen, um sie lösen zu können. „Nur dann können wir es auch wirklich schaffen.“

dpa

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