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Diplomatische Krise spitzt sich zu

Neuer Kalter Krieg: USA verhängen Sanktionen gegen Russland - Trump schweigt

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Die Vereinigten Staaten nehmen wieder Russland ins Visier. Neuerliche Sanktionen zielen insbesondere auf die Wirtschaft ab. Auf ein Statement von US-Präsident Trump wartet man bislang vergebens.

Washington/Moskau - Kaum hat US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen den Iran verhängt, kündigte das US-Außenministerium am Mittwochabend ein Embargo gegen Russland an. Anlass: Die US-Regierung beschuldigt jetzt formell den Kreml des Giftanschlags auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal. 

Die Strafmaßnahmen würden in etwa zwei Wochen in Kraft treten und seien gegen staatliche oder staatlich finanzierte Firmen gerichtet. Die Folge: Ein Kurssturz an den Moskauer Börsen, etwa die Aktie der staatlichen Fluglinie Aeroflot gab um zwölf Prozent nach. Damit spitzt sich die diplomatische Krise zwischen Russland und dem Westen zu. 25 Staaten sowie die Nato hatten wegen des Falles Skripal mehr als 140 russische Diplomaten des Landes verwiesen. Der Kreml wies ähnlich viele Diplomaten aus.

„Wie in den schlimmsten Traditionen der Lynchjustiz“

Für den Republikaner Ed Royce, Außenausschuss-Chef im US-Repräsentantenhaus, ist das Embargo ein „Schlüssel, um den Druck auf Russland zu erhöhen. Putin muss wissen, dass wir weder seine tödlichen Handlungen noch seine anhaltenden Angriffe auf unseren demokratischen Prozess dulden werden.“

 Trump selbst, der die Sanktionen gegen den Iran bei Twitter wortreich kommentierte, schweigt. Der russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow sagte, die USA führten sich wie ein Polizeistaat auf. Der Beschuldigte werde bedroht und gefoltert und schließlich „wie in den schlimmsten Traditionen der Lynchjustiz“ bestraft. 

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