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„Zunehmend fiebrig und instabil“: Ex-Geheimdienstler berichtet von „Chaos“ rund um Putin

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Von: Franziska Schwarz

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Im „Haifischbecken Kreml“ falle es dem gesundheitlich angeschlagenen russischen Präsidenten schwer, politisch zu führen - das behauptet zumindest Christopher Steele.

London - Wie steht es um die Gesundheit von Wladimir Putin? Das weiß wohl nur der Kremlchef selbst. Aber viele wüssten es - besonders im Ukraine-Krieg - ebenfalls gerne. Ein früherer britischer Geheimagent hat einer Londoner Radiostation nun ein Interview zu dem Thema gegeben und glaubt: schlecht.

Christopher Steele berichtete im „LBC“-Talk, die körperliche Verfassung des russischen Präsidenten sorge zunehmend für „Durcheinander und Chaos“ in der russischen Regierung. Steele schränkte in dem Gespräch vom 18. Mai ein, die „exakten Details“ über Putins Gesundheit nicht zu kennen, wusste aber zu berichten: „Putin wird ständig von einem Ärzteteam begleitet. Treffen des Sicherheitsrats sollen eigentlich gut eine Stunde dauern, werden aber gestückelt, damit Putin medizinisch behandelt werden kann.“

Die Stimmung im Kreml beschrieb Steele als „zunehmend fiebrig“ und „instabil“, aktuell gebe es keine „klare politische Führung“. Der russische Präsident habe sich mit seiner militärischen Invasion in die Ukraine selbst „in eine Ecke gedrängt“, aus der er nicht mehr komme ohne „sein Vermächtnis zu gefährden“. Im „Haifischbecken Kreml“ könne er es sich zudem nicht erlauben, Schwäche zu zeigen, so Steele. Woher Steele diese Informationen haben will, legte er in dem Radio-Talk nicht offen.

Ukraine-Krieg: „Yellow Press“ spekuliert über Putins Gesundheit

Im Zuge des eskalierten Ukraine-Konflikts häufen sich die Spekulationen über eine mögliche Krankheit Putins - besonders in der britischen Boulevardpresse. Hinter den Krebsgerüchten etwa steckte eine Datenrecherche russischer Journalisten. Besonders bei seiner Rede zum 9. Mai-Rede sahen Beobachter Putin schwächeln - ein Ex-CIA-Analyst hat dazu zwei Theorien.

Steele hatte vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 ein Dossier angelegt, von dem es hieß, dass es kompromittierende Informationen über den damaligen Kandidaten Donald Trump enthalte. Trump bezeichnete das Steele-Dossier wiederholt als „Fake“. Auch die Zeitung New York Times kam zu dem Schluss, dass es für viele von Steeles Behauptungen kein unterstützendes Beweismaterial gebe. (frs)

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