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Russische Material-Offensive im Osten? Putin schickt den „Terminator“ in den Krieg

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Von: Andreas Schmid

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Ein russischer Panzer des Typs BMPT Terminator bei einer Militärübung.
Ein russischer Panzer des Typs BMPT Terminator bei einer Militärübung. Nun soll er in die Ostukraine geschickt worden sein. © Maksim Blinov/SNA/Imago (Archivfoto)

Russland rüstet im Ukraine-Krieg offenbar militärisch auf. Der berüchtigte Panzer „Terminator“ soll zum Einsatz kommen. Das wäre quasi eine Premiere.

Sjewjerodonezk - Eigentlich gilt er nur als Propagandapanzer der russischen Armee, doch nun soll er offenbar im Ukraine-Krieg eingesetzt werden: der berüchtigte Koloss „Terminator“. In sozialen Medien kursieren Fotos, die einen Panzer in der ostukrainischen Region Luhansk zeigen. Militärexperten bestätigen, dass es sich dabei um das Kampfunterstützungsfahrzeug ‚‚BMPT – Terminator“ handelt.

Ukraine-Krieg: Putin schickt den „Terminator“

Der „Terminator“ gilt in Russland als „Super-Panzer“. Kremlchef Wladimir Putin führt ihn regelmäßig auf Militärparaden vor. So auch am 9. Mai. Zum Einsatz kam der Panzer bisher offiziell nicht. Es gibt unbestätigte Berichte, wonach ihn russische Truppen in Syrien auffahren ließen, doch eigentlich ist „Terminator“ bisher nur als Objekt der Öffentlichkeitsarbeit aufgefallen.

Russland betont gerne, welch großen Schaden der Panzer anrichten könne. 47 Tonnen, 1000 PS, sieben Meter lang und alles andere als ein herkömmliches Kampffahrzeug. Der Koloss fungiert als Unterstützungsfahrzeug und soll wie der „Terminator“ im Film die eigentlichen Panzer und Waffensysteme von außen schützen. Ferner soll er bis zu fünf Ziele gleichzeitig angreifen können. Russland besitzt angeblich insgesamt 20 bis 30 dieser Panzerunterstützungsfahrzeuge. Einer von ihnen soll laut Rob Lee vom Foreign Policy Research Institute zur 90. Division gehören. Sie ist unter anderem im ostukrainischen Sjewjerodonezk in der Region Luhansk im Einsatz.

Ukraine-Krieg: Wie stark ist der „Terminator“? - Fokus auf Osten des Landes

Militärexperten bezweifeln allerdings, dass der „Terminator“ Russland im Ukraine-Krieg weiterhelfen kann. Zwar könne er unter Umständen rund 100 Soldaten ersetzen, müsse dafür aber auch einwandfrei funktionieren. Ob das der Fall ist, scheint unklar. Dass der Terminator nun in die Ostukraine geschickt werde, könnte zudem der militärischen Lage im eskalierten Ukraine-Konflikt geschuldet sein. Aufgrund der gegen Russland verhängten Sanktionen stockt der Panzer-Nachschub.

Russland hat seine Militärstrategie zusehends in die Ostukraine verlagert und dabei einige Gebiete wie die wichtige Hafenstadt Mariupol unter seine Kontrolle gebracht. Im Asovstal Stahlwerk in Mariupol ergaben sich nun fast 1000 ukrainische Soldaten. In anderen Teilen der Ostukraine bremsten ukrainische Truppen den russischen Vormarsch, Moskaus Truppen halten den Druck jedoch aufrecht. „Wir bereiten uns auf große Offensiven in Sjewjerodonezk und an der Straße zwischen Lysytschansk und Bachmut vor“, teilte der Gouverneur der Region Luhansk am Wochenende mit. Mit dabei scheint auch der „Terminator“. (as)

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