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Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen). 

Vor WM-Auftaktspiel des DFB-Teams

„Feiern ja, Nationalismus nein“: Das fordert Roth von Deutschland-Fans bei WM 2018 

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Claudia Roth sagt über sich, dass sie ein „großer Fan des deutschen Fußballs“ sei. Und trotzdem hat sie vor dem WM-Auftaktspiel des DFB-Teams gegen Mexiko eine Bitte an alle Anhänger der Nationalmannschaft: „Feiern ja, Nationalismus nein.“

Berlin - Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) hat dem Tagesspiegel vor dem Auftaktspiel des DFB-Teams gegen Mexiko (hier gelangen Sie zum Live-Ticker) ein Interview gegeben, in dem sie eine Bitte an alle euphorischen Fans der deutschen Nationalmannschaft formuliert: Sie ist der Meinung, „dass es uns Deutschen gut zu Gesicht steht, wenn wir Zurückhaltung walten lassen mit der nationalen Selbstbeweihräucherung“. Gleichzeitig stellt Roth klar, dass natürlich jeder jubeln dürfe, wenn das DFB-Team gut spiele und gewinne. Sie wolle auch „niemandem verbieten, ein Fähnchen aufzuhängen.“ 

Die Grünen-Politikerin sagt über die AfD, sie versuche, die WM-Euphorie der Deutschen für ihre Zwecke zu missbrauchen. Die AfD sei „eine Partei, die auch die deutsche Fahne instrumentalisiert, um Ausgrenzung gegenüber Menschen zu signalisieren, die in ihren Augen nicht dazugehören“. Daher fordert Roth: „Feiern ja, Nationalismus nein.“ 

Roth: Wochenlange Kampagne gegen Özil und Gündogan - warum nicht bei Draxler?

Die Grünen-Politikerin ärgert sich über die Hetze gegen die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan, die dem türkischen Präsidenten ein Trikot geschenkt hatten (Gündogan schrieb auf sein Trikot: „Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.“). „Da kommen auch tief verwurzelte antitürkische Ressentiments zum Vorschein“, sagt Roth und bringt einen interessanten Vergleich: „Julian Draxler hat nach dem Confed-Cup eine Lobeshymne auf Russland veröffentlicht, die Präsident Putin nicht besser hätte schreiben können. Kritik habe ich kaum gehört. Aber bei Özil und Gündogan? Wochenlange Kampagne.“ Die AfD versuche, diese negative Stimmung zu verstärken, „indem sie eine biodeutsche Nationalmannschaft fordert. Die weigern sich einfach, anzuerkennen, dass Özil, Gündogan und Boateng auch Deutsche sind. Und gute Nachbarn.“

Roth hängt seit der Fußball-Weltmeisterschaft von 2006 eine „schöne Regenbogenfahne“ auf ihrem Balkon auf. 

Was denken Sie über Claudia Roths Bitte an die Fans des DFB-Teams?

Lesen Sie auf Merkur.de*„Verpiss dich nach Anatolien“ - Chef des Deutschen Theaters in München hetzt gegen Özil.

Hier gelangen Sie zum WM-Spielplan 2018

sah

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